Matip will spielen, Ehret mehr Geld

Von: Günter Kirschbaum
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Michael Meier: Der Manager stellt derzeit die Weichen für die nähere FC-Zukunft. Foto: imago/Schmidt

Köln. Das Konzept ist seit langem festgelegt. Nachdem der 1. FC Köln den Klassenerhalt in der Bundesliga praktisch in trockenen Tüchern hat, soll der Kader am Rhein aufgerüstet werden. Nun muss der Manager diese Zielvorgabe in den kommenden Wochen erreichen.

„Intern ist alles miteinander abgesprochen”, sagt Michael Meier. Trainer Christoph Daum hat sich bereits festgelegt, welche auslaufenden Verträge verlängert werden sollen.

Durch die Rückkehr von Lukas Podolski aus München und die Verpflichtung von Sebastian Freis (Karlsruher SC) sind die Eckpunkte bereits gesetzt. Es sollen „noch einige” (Daum) hinzukommen, der Coach spricht von „Top-Stars”. Konkret sucht der FC noch Verstärkungen auf den beiden Außenpositionen der Viererkette und einen „linken” Mittelfeldspieler.

„In diesen Bereichen wollen wir uns noch verstärken”, bestätigt Meier. Doch nach dem Zehn-Millionen-Deal mit Podolski sind die finanziellen Mittel nicht unbegrenzt. „Ich werde nicht quantifizieren, wie viel uns für neue Spieler zur Verfügung steht”, sagt Meier. „Das würde ja nur Begehrlichkeiten bei anderen wecken. Aber ich denke, dass wir in unserer Einkaufspolitik ähnliches Geschick entwickeln wie im letzten Jahr. Da hatte uns auch keiner zugetraut, dass wir einen wie Petit nach Köln holen könnten.”

Von den fünf Verträgen, die zum Saisonende auslaufen, sollen offenbar nur zwei verlängert werden. Mit Fabrice Ehret und Marvin Matip soll in der kommenden Woche über ein weiteres Engagement gesprochen werden. Linksfuß Ehret will bleiben, aber mehr verdienen. „Mein Marktwert hat sich erhöht”, begründet der schnelle Franzose und bestätigt ein konkretes Angebot vom FC Toulouse. Matip sieht seine Zukunft eher außerhalb der Domstadt. „Ich will mich sportlich weiterentwickeln, also muss ich spielen.” Und Einsatzzeiten wird ihm in Köln niemand garantieren können. „Diese Gespräche führen wir zeitnah”, äußert sich Manager Meier.

Trio soll gehen

Reden wird man auch mit Thomas Broich, Nemanja Vucicevic und Sergiu Radu. Doch das Trio spielt in den Überlegungen des Trainers keine Rolle mehr. „Unabhängig von den letzten Spielen”, wie Daum erklärte. Radu ist bis zum Saisonende vom VfL Wolfsburg ausgeliehen, Broich wird mit dem 1. FC Nürnberg und Adelaide United in Verbindung gebracht, Vucicevic wartet offenbar noch auf Angebote.

Eine weitere Baustelle hat sich etwas überraschend aufgetan. Möglicherweise muss sich der FC auch noch nach einem neuen Torhüter umsehen. Zwar hat sich der Vertrag mit Faryd Mondragón automatisch nach 25 Saisoneinsätzem um ein Jahr verlängert, aber der Kolumbianer stellt offenbar neue Forderungen. „Er hat Gesprächsbedarf”, bestätigt Meier. Es wird kolportiert, Mondragón wolle Garantien, die Nummer eins zu bleiben.

„Ich habe bisher nur zur Kenntnis genommen, wie er in den Medien zitiert wird”, so der Manager. „Für uns ist die Vertragslage klar.” Das hört sich nicht nach Gespräch an, das klingt eher nach Monolog als Dialog.
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