Macht Igor de Camargo schon Sonntag „klick”?

Von: Bernd Schneiders
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Fingerzeig für die Zukunft? Mit Igor de Camargo soll es für Borussia Mönchengladbach wieder nach oben gehen. Ob er deshalb schon gegen Hoffenheim auflaufen darf, ist dennoch zweifelhaft. Foto: imago/Moritz Müller

Mönchengladbach. Macht es am Sonntag schon in Sinsheim „klick”? Igor de Camargo könnte als das letzte fehlende Teilchen in Borussia Mönchengladbachs Saison-Puzzle 2010/2011 gegen Hoffenheim eingesetzt werden. Dreieinhalb Monate fiel der Neuzugang aus - und das als wichtigster Transfer.

Zusammen mit der argentinischen Wuchtbrumme Raul Bobadilla soll der Brasilianer mit dem belgischen Pass ein Sturm-Duo bilden, das den Output bei der Torproduktion erhöhen soll. Die Erwartungen haben sich nach sieben Spieltagen dramatisch erhöht. Nicht zuletzt deshalb, weil Borussia rein punktemäßig einen enttäuschenden Start hingelegt hat. Vom Ziel, erneut und noch weniger mit dem Abstieg zu tun zu haben als in der Vorsaison, ist der Klub weit entfernt.

Kein Wunder, dass der ehemalige Stürmer von Standard Lüttich in der zweiwöchigen Bundesliga-Pause zum Heilsbringer avancierte. Bereits in den wenigen Minuten beim 1:1 gegen Wolfsburg deutete er seine Helferqualitäten an. Nach dem 70-minütigen Einsatz beim 2:1 im Testspiel gegen Genk überschlugen sich viele professionelle Beobachter oder besser Berichterstatter vor lauter Begeisterung. An de Camargos Wesen soll Borussia also genesen?

Es wäre eine fußballerische Sensation, wenn jemand nach monatelanger Verletzungspause und zehnminütiger Spielpraxis gleich den Wundermann spielen könnte. Und so ist die Analyse von Trainer Michael Frontzeck wohl die realistische: „Es war ein ordentlich Debüt. Ich bin mit seinem Ist-Zustand zufrieden.” Kleine Interpretationshilfe für Nicht-zwischen-den-Zeilen-lesen-Könnende”: Es fehlt auch noch einiges.

Was also sind 80 Prozent de Camargo wert? Genug, um ihn bei 1899 Hoffenheim beginnen zu lassen? Oder nicht doch lieber nur einzuwechseln und ihn eine Woche drauf gegen Bremen mit 90 Prozent debütieren zu lassen?
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