Lucien Favre kennt die Dortmunder Schwachpunkte

Von: Heribert Förster
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Mönchengladbach. Die Lobeshymnen nahmen kein Ende. Die beste Mannschaft Deutschlands seien sie mit den Bayern, sehr gut organisiert, läuferisch enorm stark, sie würden ein - natürlich für den Gegner - sehr gefährliches Pressing spielen, es gehe alles sehr, sehr schnell, und nach einem Befreiungsschlag seien sie sehr präsent.

Lucien Favre, der Trainer des Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach, lobte in diesen höchsten Tönen den Tabellenersten Borussia Dortmund und fast die Entwicklung des Gegners so zusammen: „In den letzten zwei, drei Jahren haben sie fast alles perfekt gemacht.”

Ein ungleiches Spiel

Es ist also ein ungleiches Spiel, das am Samstagabend in der Fußball-Bundesliga ab 18.30 Uhr im Borussia-Park zu sehen sein wird. Dem Meister 2011, der es am Sonntag, nächsten Samstag oder eben noch eine Woche später wird, wird aber trotz der Favreschen Lobhudelei kein roter Teppich ausgerollt. „Sie haben auch ein paar Punkte, wo wir was machen können”, hat Favre entdeckt. Österliches Versteckspiel, denn wo diese Punkte sind, verrät Favre nicht.

Klar ist, die gastgebende Borussia muss läuferisch alles geben, darf dem Dortmunder Mittelfeld keine Zeit lassen, sollte recht hoch stehen, um den Außenverteidigern Pisczek und Schmelzer keinen Raum zu geben, und in der Defensive die Basis legen. Wenn´s weiter nichts ist...

Die Vorgabe für die Mönchengladbacher ist klar: Nach den Spielen gegen Dortmund, in Hannover, gegen Freiburg und in Hamburg müssen auf der Habenseite neun Punkte verbucht sein, so das Rechenspielchen beim Blick auf Relegationsplatz 16. „Den wollen wir erreichen”, sagt Favre.

Ob der genesene Igor de Camargo für den gesperrten Mike Hanke ins Team rückt oder Marco Reus in die Spitze stößt und auf der rechten Seite Patrick Herrmann oder Karim Matmour eine Chance erhalten, ist noch Favres Geheimnis. Klar ist dagegen, dass Abwehrchef Dante wegen seiner Muskelverhärtung fehlen wird. Roel Brouwers dürfte erster Kandidat als Partner von Martin Stranzl in der Innenverteidigung sein.

Allen tabellarischen und sonstigen Mönchengladbacher Sorgen zum Trotz, diese Partie dürfte ein Fußballfest werden. 12.000 bis 14.000 Dortmunder Fans erwartet Borussia Mönchengladbach, gar mit 19.000 Schwarz-Gelben Anhängern rechnet die Polizei. Der besondere Service für die Fans heute: Die Stadiontore öffnen sich bereits um 15.30 Uhr, auf den Videoleinwänden wird die Konferenz-Übertragung des Fernsehens gezeigt. Und was auf den schon seit Wochen ausverkauften Rängen passieren wird, sollte der noch einzige BVB-Konkurrent Bayer Leverkusen gegen 1899 Hoffenheim nicht gewinnen, muss man sich nicht ausmalen. Dortmund würde im Falle eines Sieges bereits nach dem 31. Spieltag als neuer Deutscher Meister feststehen.

Und nicht nur im Stadion wird die Übertragung verfolgt, auch im Dortmunder Mannschaftsbus. Auf der Fahrt von Düsseldorf, wo die BVB-Profis am Freitag Quartier bezogen, und dem Borussia-Park, werden die Hummels, Götze und Co. ebenfalls die Konferenz verfolgen. Der Bus fährt am Hotel ab, wenn in den anderen Stadien die Halbzeitpause beginnt. Eine Vorbereitung der besonderen Art.

Voraussichtliche Aufstellung: Ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Brouwers (Nordveit), Daems - Reus, Neustädter, Nordtveit (Marx), Arango - de Camargo, Idrissou
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