Lewis Holtby wechselt zum VfL Bochum

Von: zva
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Lewis Holby, hier noch im Alemannia-Trikot.. Foto: Birkenstock

Gelsenkirchen. Der Ex-Aachener Lewis Holtby wechselt mit sofortiger Wirkung von Schalke 04 zum Ligakonkurrenten VfL Bochum. Wie der Club am Freitag bestätigte, hat Bochum den 19 Jahre alten Offensivspieler vom Reviernachbarn FC Schalke 04 für eineinhalb Jahre bis zum 30. Juni 2011 ausgeliehen.

Demnach soll der 19-Jährige schon beim Auswärtsspiel der Bochumer in Berlin am kommenden Samstag im Kader stehen.

VfL-Trainer Heiko Herrlich freut sich bereits über den zweiten Winter-Neuzugang nach Milos Maric. „Wir sind sehr glücklich, dass sich so ein Spieler, den vor einem halben Jahr noch die ganze Bundesliga gejagt hat, für uns entschieden hat. Er bleibt jetzt zunächst für eineinhalb Jahre bei uns”, sagte Herrlich dem Fachblatt „RevierSport”.

Für Herrlich ist Holtby kein Unbekannter: Der 38-Jährige kennt den offensiven Mittelfeldmann aus seiner Zeit als DfB-Juniorentrainer. Schalkes Trainer Felix Magath verpflichtete das große Talent vergangenen Sommer für drei Millionen Euro von Alemannia Aachen und deklarierte ihn als seinen absoluten Wunschspieler. Doch in der laufenden Bundesliga-Saison stand der Erkelenzer, der bei Schalke einen Vertrag bis 2013 hat, bislang nur vier Mal in der Startelf. Ein Tor gelang ihm bislang nicht. Der Linksfuß soll jetzt beim Abstiegskandidaten wichtige Spielpraxis sammeln.

Holtby wuchs in Gerderath auf und spielte bis 2004 in der Jugend von Sparta Gerderath und Borussia Mönchengladbach. Dort wurde er aufgrund vermeintlicher körperlicher Defizite aussortiert und wechselte anschließend zu Alemannia Aachen. In der Saison 2007/2008 berief Interimstrainer Jörg Schmadke den damals 17-Jährigen erstmals am 16. Spieltag in den Profikader. In der Endphase des Spiels gegen St. Pauli kam Holtby dann auch zum Einsatz. Bis zu seinem Wechsel zum FC Schalke 04 absolvierte der Linksfuß 33 Zweitliga-Partien für die Alemannia und erzielte dabei acht Tore.

Auf Holtbys Durchbruch hofft auch die Alemannia, denn als der Linksfuß vor der Saison den Tivoli verließ, gab es nicht nur drei Millionen Euro Bares. Zuschläge durch ein Freundschaftsspiel, internationale Erfolge, Einsatzzeiten und Nominierung für die Nationalelf waren nicht einberechnet. Zudem konnte die Alemannia auch noch die prozentuale Beteiligung bei einem Weiterverkauf hochschrauben. Ob die Ausleihe nach Bochum finanzielle Auswirkungen nach Aachen hat, wollte Sport-Geschäftsführer Erik Meijer nicht kommentieren.
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