Kölner Präsidiumskandidaten um Spinner treten zur Wahl an

Von: dpa
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Werner Spinner (rechts) und sein Team um Markus Ritterbach (links) und Toni Schumacher (Mitte) beenden Spekulationen über einen eventuellen Rückzug. Foto: dpa

Köln. Das designierte Präsidium des 1. FC Köln um Werner Spinner an der Spitze wird bei der außerordentlichen Hauptversammlung des Fußball-Bundesligisten antreten.

„Wir werden uns dem Votum der Mitglieder stellen”, hieß es in einer am Mittwochabend verbreiteten Erklärung. Damit beendeten Spinner und sein Team um Markus Ritterbach und Toni Schumacher Spekulationen über einen eventuellen Rückzug. „Für uns hat die Einigkeit innerhalb des Vereins Priorität”, híeß es weiter.

Dem vom Verwaltungsrat vorgeschlagenen Team um Spinner, der früher Manager der Bayer AG gewesen ist, will bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montag eine Opposition um den früheren FC-Vizepräsidenten Karl-Heinz Thielen entgegentreten. „Das schlimmste, was dem Verein passieren könnte, wäre eine sogenannte Schlammschlacht. Ich würde sie nicht mitmachen und nicht antreten”, sagte Spinner in Interviews mit mehreren Kölner Zeitungen (Mittwoch).

Er habe ein Gespräch mit Thielen gesucht, dies sei bislang abgelehnt worden. Spinner befürchtet, dass die Opposition nicht zu einer Einigung im Club beiträgt. „Hinter der Kandidatur steckt natürlich ein Plan.” Die Gegenseite habe sich durch den Schritt außerhalb der vereinbarten Regeln verhalten und mache sich nun unkalkulierbar. „Wir haben am Samstag ein wichtiges Spiel. Wenn wir da die Punkte nicht holen, weil hier ein Zirkustheater veranstaltet wird, ist für uns Schluss”, betonte Spinner. Der Verwaltungsrat hätte dann die Möglichkeit, die Mitgliederversammlung abzusagen.

Spinner, Ritterbach und Ex-Nationaltorwart Schumacher haben vom Verwaltungsrat Grünes Licht für eine Kandidatur bei der Versammlung am Montag bekommen. Thielen möchte sich gemeinsam mit Franz-Josef Wernze und Bernd Steegmann ebenfalls dem Votum der Mitglieder stellen. Dies ist nur möglich, wenn die Mitglieder zuvor das Team um Spinner in zwei Wahlgängen mehrheitlich ablehnen.

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