Köln-Trainer Solbakken: Erfolg nach Herzinfarkt

Von: Thomas Borchert, dpa
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Stale Solbakken
FC Kopenhagens Trainer Stale Solbakken gibt am 17.08.2010 im Spiel Rosenborg Trondheim gegen FC Kopenhagen Anweisungen. Foto: dpa

Oslo/Köln. 23 Punkte Vorsprung mit dem FC Kopenhagen in der noch laufenden dänischen Superliga und in der Champions League das Achtelfinale geschafft: Kölns künftiger Trainer Stale Solbakken hat sich in dieser Saison selbst dicke Empfehlungsschreiben für größere Aufgaben ausgestellt.

Der 43-jährige Norweger mit extrem hohem Scheitel ist fußballerisch eigentlich eher den dänischen Nachbarn zuzurechnen. Hier feierte er im zentralen Mittelfeld zuerst in Aalborg und dann beim FC Kopenhagen bis 2001 seine größten Erfolge als Spieler.

Nach 58 Länderspielen war abrupt Schluss, als Solbakken beim Training in Kopenhagen zusammensackte: Herzinfarkt mit 33 Jahren. Nach sieben Minuten konnten die Ärzte das Herz wieder zum Schlagen bringen. Solbakken lebt seitdem mit einem Schrittmacher, musste die Fußballstiefel an den Nagel hängen. Nach Trainer-Lehrjahren bei seinem Stammclub Ham Kam in Hamar kehrte Solbakken 2005 als Trainer nach Kopenhagen zurück.

Für die Fans war er schon als Spieler eine Legende bei dem Verein, der in Dänemark die Szenerie souverän beherrscht. Als Trainer schaffte er mit dem Club nur 2008 die Meisterschaft nicht. Dafür aber zweimal die Qualifikation zur Champions League, in diesem Jahr gelang sogar der Einzug ins Achtelfinale.

2009 war Norwegens Fußballverband so beeindruckt von Solbakkens Trainerqualitäten, dass er ihn sage und schreibe drei Jahre im Voraus als Nationaltrainer ab dem 1. Januar 2012 verpflichtete. Jetzt entließ er ihn nur gegen viel Bares vom 1. FC Köln wieder aus dem Vertrag. Der Norweger gilt als sehr bestimmt, aber ohne große Gesten auftretender Fußball-Stratege.
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