Aachen - Keine Millionen am Tivoli: Spender zieht sich zurück

Keine Millionen am Tivoli: Spender zieht sich zurück

Von: Christoph Pauli
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Aachen. So schnell wird es dann keine Millionen Euro am Tivoli regnen. Mehr als zwei Millionen Euro hätte das Präsidiums-Team um Horst Rambau nach eigener Auskunft mitgebracht – wenn man es denn nur gewählt hätte.

Stattdessen stieg das Quintett in rekordverdächtigem Tempo gleich wieder aus und hinterließ viele Vorwürfe. Noch bei einem Treffer der Fan IG am letzten Donnerstag hatte Dirk Trampen aus dem Team Rambau erneut von vielen vergeblichen Versuchen berichtet, mit anderen Kandidaten ins Gespräch zu kommen.

Das letzte verbliebene Team für die Präsidiumswahl am 5. September stellte die Abläufe zwar durchaus anders dar, doch im Kern herrschte schnell Einigkeit. Die erwähnten zwei Millionen Euro eines mildtätigen Spenders sollten der insolvenzten GmbH nicht verloren gehen. Zwei Kandidaten aus dem Team um Martin Fröhlich boten beim Fan-Abend spontan an, auf einen möglichen Posten im Präsidium zugunsten von Rambau zu verzichten, wenn denn der große Unbekannte sich nur mit ihm engagieren wolle.

Am Freitagmorgen erhielt das Ex-Team gleich sechs Gesprächstermine zur freien Auswahl. So kam es dann am Wochenanfang zum direkten Gespräch zwischen Trampen und Thomas Gronen vom Team Fröhlich. Danach steht nun fest: Die Millionen stehen nicht oder nicht mehr zur Verfügung. So jedenfalls wurde es Gronen übermittelt, bestätigte er am Dienstag auf Nachfrage.

Die übermittelten Gründe dafür: Zum einen sei die Spende an Rambau gekoppelt gewesen, der aber längst seinen Rückzug bekanntgegeben hatte. Und zum anderen sei der Gönner verärgert über die öffentliche Diskussion. Eine Überprüfung der Gründe ist nicht möglich, dann der Name – sollte es ihn denn geben – wurde geheim gehalten. Auch ein reduziertes Engagement sei kein Thema, erfuhr Gronen. So platzt nun die Hoffnung auf die Spende des Unbekannten.

Max Baur, Mitglied im kommissarischen Präsidium, hatte bei dem Thema „Kontaktschwierigkeiten“ allerdings eine andere Wahrnehmung. Bereits im Frühjahr habe man von den Ambitionen des Teams Rambau gehört. Darauf sei sofort ein Gesprächsangebot erfolgt. Ohne Ergebnis.

Folgt man Baur, würde diese Chronologie zudem der Darstellung der Rambau-Gruppe wiedersprechen, man habe unter hohem Zeitdruck, weil die Bewerbungsfrist endete, eilig ein Team zusammengestellt und dabei übersehen, dass die Kandidatur des ehemaliges Hauptsponsors Alexander Goy mindestens strittig sein könnte.

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