Kein Fax, keine Mail vom FC Schalke 04

Von: pa
Letzte Aktualisierung:
Höger
Marco Höger (r.) und Kevin Kratz.

Aachen. Der Kurzurlaub ist beendet, Alemannias Manager Erik Meijer ist wieder vor Ort. Beim Hauptsponsor referierte er am Freitag über das Thema „Führung”. Da kennt sich der Referent ganz gut aus, auch wenn er noch nicht abschließend sagen kann, wer seine Führungskräfte in der kommenden Saison sind.

Eigentlich wollte sich der Schalke 04 bis Ende der Woche mit einem deutlich aufgepeppten Angebot für Marco Höger melden, so war die Verabredung nach einem ersten Verhandlungsgespräch. Doch das Fax-Gerät schweigt am Tivoli, auch der eMail-Briefkasten klappert nicht.

Der Pokalsieger lässt sich Zeit - wenn er denn überhaupt nachbessern will. „Entweder brauchen sie noch mehr Zeit zum Nachdenken, oder sie lassen es dabei”, sagt Meijer. „Ich freue mich dann, dass wir einen sehr guten Spieler behalten.” Das wird wohl noch nicht das letzte Wort in dieser causa sein.

Mehr Bewegung ist in der Personalie Babacar Gueye, eine Ausleihe des Stürmers zum FSV Frankfurt bahnt sich an, während bei Aimen Demai „Funkstille” herrscht, sagt Meijer. Der aussortierte Verteidiger hat noch keine Alternative gefunden, die ihm passt und auch so lukrativ ist.

Juvhel Tsoumou wird nach seinem Syndesmosebandriss am 6. Juni das Training wieder aufnehmen, bis Ende August soll dann ein neuer Verein gefunden werden. Das gilt auch für Henrik Ojamaa, der ebenfalls den Marschbefehl erhalten hat.

Die finanzielle Ausgangslage des Vereins könnte sich in den nächsten Tagen deutlich verbessern, falls die Verbindlichkeiten gestreckt werden können. Der Handlungsspielraum Meijers würde nicht automatisch erweitert, wenn die Belastung reduziert werden. „Es ist wichtiger, dass der Patient am Leben bleibt.”

Kurzfristig sieht sich der Manager nicht in der Lage, eine Ablösesumme für einen neuen Spieler zu zahlen. „Bis wir soweit sind, brauchen wir noch mehr sportliche Erfolge.” Das macht auch einen Transfer von Deniz Naki vom FC St. Pauli mindestens schwierig.

Als Alternative ist Alemannia weiterhin mit Marcel Heller (bislang Eintracht Frankfurt) im Gespräch.

Die Kader-Kladde mit den Stürmern hat Meijer bereits geschlossen, es fehlt neben einem offensiven Mittelfeldspieler noch ein Torwart, der die Nummer 1 am Tivoli werden kann. Eventuell wird die Belegschaft auch noch durch einen Innenverteidiger angereichert. Ein Kandidat ist Stefan Bell, den Mainz 05 bislang an 1860 München ausgeliehen hat.

Meijers schöne Puzzle könnte aber noch einmal durcheinander gewirbelt werden, wenn Schalke 04 doch noch mit einer akzeptablen Offerte um die Ecke biegt. Dann hätte Alemannia einen Führungsspieler weniger.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert