Aachen/Düren/Heinsberg - Junge Schiris pfeifen auf die Platzpöbelei

Junge Schiris pfeifen auf die Platzpöbelei

Von: Mischa Wyboris
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Nach Anpfiff Anmache: Fast 50
Nach Anpfiff Anmache: Fast 50 Prozent aller Nachwuchsschiedsrichter in der Region verabschieden sich noch in ihrem ersten Jahr wieder aus dem Geschäft - auch wegen des derben Umgangs. Foto: imago/Norbert Schmidt

Aachen/Düren/Heinsberg. „Wer den Schiedsrichter beschimpft oder beleidigt, muss mit der Verweisung vom Sportplatz rechnen.” Das Schild mit dieser Aufschrift, überall nahe den Fußballfeldern in der Region zu finden, hat einiges an Mahnkraft verloren - wenn es sie denn je besessen hat.

Pfeift der Schiri, pöbelt der Spieler - oder der Zuschauer oder der Trainer oder der Vater. Insbesondere junge Spielleiter in den unteren Ligen pfeifen auf solche Erfahrungen. Das Ergebnis: Die Unparteiischen geraten ins Abseits. Zwar stehen die Vereine in der Pflicht, Schiedsrichter zu stellen - doch oft können sie es schlichtweg nicht. Von 76 Vereinen im Kreis Heinsberg bezahlen deshalb mehr als 20 entsprechende Ordnungsgelder, im Kreis Düren sind von fast 100 Klubs rund 30 im Schiedsrichteruntersoll, im Kreis Aachen haben etwa 45 von 125 mit solch einem Defizit zu kämpfen.

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