Ist Moses Lamidi der lachende Dritte?

Von: Bernd Schneiders
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Mönchengladbach. All seine Lieben hat Hans Meyer seit am Freitag wieder um sich versammelt. Als letzter Reisender in Sachen Nationalmannschaft traf US-Profi Michael Bradley morgens um 8 ein.

Da war die Welt für Borussia Mönchengladbachs Trainer wieder in Ordnung: Der 21-jährige Mittelfeldspieler ist gesund. Und tauchte mit einem strahlenden Lächeln am Borussia-Park auf: „Das ist angeboren. Aber die Energie und die positive Grundhaltung, die er trotz der langen Anreise und der Zeitumstellung versprühte, ist vorbildlich.” Zur Belohnung erhielt Bradley eine Massage, die auch die letzten Sitzfalten vom Marathonflug glätten sollte.

All seine Lieben also versammelt, doch Meyer fehlen am Sonntag beim Karlsruher SC sein Größter und sein Kleinster. Rob Friend (1,95 m) wurde ein Schleimbeutel an der Ferse entfernt, Marko Marin (angeblich 1,71 m) ist gelbgesperrt. Stoßstürmer Friend wird durch Roberto Colautti ersetzt versehen mit einer Gebrauchsanweisung: „Nicht hoch anspielen, sondern durch das Mittelfeld kombinieren.”

Das wird nicht der einzige Unterschied bleiben, der durch den unterschiedlichen Typ beding ist. Der lange Kanadier ist auch ein wesentlicher Bestandteil des Defensivkonzepts. Allein von der Körperlichkeit bindet er zwei Abwehrspieler, ist auch bei Standards im eigenen Strafraum der Herr der Lüfte.

Diese Überlegung wird Einfluss auf Meyers Suche nach der Lösung für die Marin-Position haben. „Lamidi, Neuville oder einen zusätzlichen Mittelfeldspieler”, gibt der 66-Jährige die drei Optionen vor. Letzterer könnte Gal Alberman sein, für den defensiven Part. Strahlemann Bradley würde nach vorne rücken. Doch dadurch würde das so gut funktionierende Gespann Galasek/Bradley auseinandergerissen. Ist also Lamidi der lachende Dritte?

Voraussichtliche Aufstellung: Bailly - Stalteri, Brouwers, Dante, Daems - Galasek, Bradley - Baumjohann - Lamidi, Colautti, Matmour
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