Nikosia/Aachen - In letzter Sekunde vergibt Wendt einen Strafstoß

In letzter Sekunde vergibt Wendt einen Strafstoß

Von: zva/dpa
Letzte Aktualisierung:
Gute Schusshaltung, aber das i
Gute Schusshaltung, aber das ist noch kein Garant für einen Treffer: Oscar Wendt zielt mit diesem Schuss zu genau, der Ball fliegt an die Unterkante der Latte. Foto: dpa

Nikosia/Aachen. Warum hätte Oscar Wendt treffen sollen? Aus elf Metern. Ohne Gegenspieler. Das hatten diese Woche in den bisherigen Europapokalspielen doch schon der Dortmunder Mats Hummels, der Schalker Klaas-Jan Huntelaar und der Münchner Mario Mandzukic nicht geschafft.

Und der Mönchengladbacher Oscar Wendt reihte sich ein in die illustre Schar. Sein Schuss landete an der Unterkante der Latte, sprang von dort vor die Linie - es war der Schlusspunkt einer ziemlich traurigen Premiere von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach in der Europa League. Denn mit dieser Aktion in der letzten Sekunde der berechtigten siebenminütigen Nachspielzeit wurde die nur in wenigen Szenen ansehnliche Partie beendet. Beim zyprischen Meister AEL Limassol reichte es für die Elf von Trainer Lucien Favre somit nur zu einem 0:0 gegen eine, nun ja, durchschnittlich talentierte Mannschaft.

Und die Diskussionen werden beginnen, ob der Verzicht des Trainers auf Kapitän Filip Daems - der ja auch ein sehr, sehr sicherer Elfmeterschütze ist -, Juan Arango und Luuk de Jong richtig war. Zudem hatte der Schweizer die Stammspieler Martin Stranzl und Granit Xhaka - er kam in der zweiten Halbzeit - zunächst auf die Bank gesetzt.

Roel Brouwers, der die Kapitänsbinde tragen durfte, Oscar Wendt, Alexander Ring, Branimir Hrgota und Mike Hanke waren so in die Mannschaft rotiert, und es hätte ein richtig, richtig schöner und für die gut 900 mitgereisten Fans ruhiger Abend werden können. Denn nach gerade einmal 27 Sekunden (!) lief Ring allein auf das Tor zu, doch anstatt auf den besser postierten Hrgota zu passen, entschloss sich der junge Finne für einen Fehlschuss neben das Tor. Viereinhalb Minuten später machte es Hanke aus der gleichen Position besser, doch er zielte zu genau, traf den Pfosten.

Es ist hypothetisch, aber nicht gewagt, zu behaupten: Limassol wäre bei der gezeigten Klasse kaum noch in der Lage gewesen, dem Spiel eine Wende zu geben.

Cigercis Freistoß

„Wir haben keine Wahl”, so hatte Lucien Favre noch kurz vor dem Spiel angesichts des Mammut-Programms in den kommenden Wochen seine Rotation begründet. Und zumindest hat er sein Pokerspiel nicht verloren, doch das 0:0 ist für die Borussia eindeutig zu wenig.

Nach der guten Anfangsviertelstunde ließ die Borussia nach. Das AEL-Team, in der Königsklassen-League-Qualifikation wie Mönchengladbach erst in den Play-offs gescheitert, befreite sich mehr und mehr aus der Defensive, und erst in der 40. Minute bot sich Tolga Cigerci bei einem Freistoß aus gut 25 Metern eine weitere Borussia-Chance. Doch Limassols Schlussmann Matias Degra klärte.

Chancen hatte nach dem Seitenwechsel zunächst Limassol: Marc-André ter Stegen musste gegen Vouho (49.) und Rui Miguel (51.) klären. Drei Minuten danach verfehlte der freistehende Patrick Herrmann den Ball, ehe Xhaka den Argentinier Degra per Kopf zu einer Glanzparade zwang (60.). Hankes Schuss verfehlte knapp sein Ziel (68.), und fünf Minuten vor dem Ende scheiterte der eingewechselte Igor de Camargo per Kopf. In der Schlussphase setzten beide Mannschaften auf den entscheidenden Treffer - doch der blieb wegen des Fehlversuchs von Wendt aus.

Limassol: Degra - Marco Airosa, Dossa Junior, Parpas, Maykon (76. Bebe) - Dedé, Nicolaou, Edmar (71. Paulo Sergio), Rui Miguel, Gilberto - Vouho (58. Orlando Sa)

Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Brouwers, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Cigerci - Hrgo- ta (46. Xhaka), Herrmann, Ring (79. Rupp) - Hanke (82. de Camargo)

Schiedsrichter: Gomez (Portugal)

Zuschauer: 11.000

Gelbe Karten: Rui Miguel, Dossa Junior, Parpas, Paulo Sergio/Herrmann

Bes. Vork.: Wendt vergibt Handelfmeter

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert