Hinweis für Hadouir: Gespräch am Donnerstag

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Vorerst kein Thema: Ein Grundsatzgespräch mit dem zur Zweiten Mannschaft verbannten Anouar Hadouir findet erst am Donnerstag statt, vorher hat dessen Berater keine Zeit. Funkel fordert nachhaltig ein, dass der kaum eingesetzte Neuzugang das Spiel wieder als Mannschaftssport begreift.

Aachen. Und dann sah der Trainer doch noch ein paar sehr treffsichere Schützen am Wochenende. Friedhelm Funkel fuhr nach Alemannias enorm trostloser Partie in Fürth zur Biathlon-WM in Ruhpolding.

Das Trefferbild der eigenen Mannschaft ist, nun ja, bedenklich. Da kann man sich mit dem Schützenfest der Schneejäger ein wenig ablenken. Schließlich ist Alemannia seit Wochen ungefähr so gefährlich wie eine Schreckschusspistole ohne Zündplättchen.

„Unser Problem ist, dass wir nicht in den gegnerischen Strafraum kommen”, sagt Funkel. Die Mannschaft kann inzwischen passabel verteidigen, aber sie baut nur selten Druck auf, die spielerischen Mittel sind begrenzt. „Wir stehen zu Recht da unten, mehr als die Plätze 12 bis 15 gibt der Kader aus meiner Sicht nicht her”, sagt der Trainer und korrigiert damit alle Prognosen, die vor der Saison herumgereicht wurden.

Sein Team nähert sich bedrohlich der 3. Liga. Am Freitag sucht die Mannschaft Halt gegen Union Berlin. Den Glauben an den Klassenerhalt hat Funkel naturgemäß nicht verloren. „Wir werden mehr Punkte holen als in den den neun letzten Spielen der Hinrunde.” Der Optimismus beruht nicht nur auf dem Spielplan, „wir sind auch gefestigter”.

Am Freitagabend wird der Trainer wieder auf das vertraute 4-4-2-System umstellen. Alle Spieler mit einer abgeschlossenen Stürmerausbildung - Radu und Auer - werden aufgeboten. Marco Stiepermann läuft seiner Form seit Monaten hinterher, viel mehr Alternativen bietet das große Aufgebot nicht. „Schade, dass Daniel Engelbrecht verletzt ist, er würde jetzt seine Möglichkeiten bekommen”, urteilt Funkel über den Nachwuchsstürmer, der noch keine Minute in Liga 2 gespielt hat.

Wieder wird der Coach das Mittelfeld umschrauben. Die Außenbahnen werden wohl neu besetzt, auch weil Albert Streit zurückkehrt. Als rechter Verteidiger ist Aimen Demai vorgesehen. Der zuletzt ebenfalls formschwache Tunesier laboriert an einer Bänderverletzung. Einsatz noch fraglich.

Hinweis für Hadouir

Kein Thema ist vorerst Anouar Hadouir. Ein Grundsatzgespräch mit dem zur Zweiten Mannschaft verbannten Niederländer findet erst am Donnerstag statt, vorher hat dessen Berater keine Zeit. Funkel fordert nachhaltig ein, dass der kaum eingesetzte Neuzugang das Spiel wieder als Mannschaftssport begreift. „Im Abstiegskampf muss man die Ärmel hochkrempeln”, moniert er dessen Einstellung. Zum ersten Mal in seiner Trainerkarriere hat er einen Spieler disziplinarisch bestraft. Die Spielregeln gibt der Trainer vor.

„Ich brauche keine Entschuldigung von ihm, aber er muss mir glaubhaft versichern, dass er intensiv für das Team arbeiten will.” Funkel sagt, er sei nicht nachtragend. Die Entscheidung treffe der Spieler mit seiner Trainingsintensität, aber klar ist: „Leidenschaft gegen Null geht nicht.”
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