Hallencup: SV Breinig schießt sich in die Endrunde

Von: Helga Raue
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Der SV Breinig stürmt mit einem 7:3 im Finale über Mariadorf in die Finalrunde. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Wer auf den Vorrunden-Sieger getippt hätte, hätte sicher gute Quoten kassieren können. Zum einen kämpft der SV Breinig in der Fußball-Landesliga gegen den Abstieg, zum anderen machte Liga-Kollege Alemannia Mariadorf seinem Namen als gute Hallenmannschaft alle Ehre und hatte sich auch bei der 29. Auflage des Sparkassen-Hallencups, den unsere Zeitung präsentiert, wieder für das Vorrunden-Finale qualifiziert.

Doch auch wenn die Land-Alemannen in der Schlussphase noch einmal zwei Treffer nachlegten und Peter Szczyrba mit acht Treffern der bisher erfolgreichste Torjäger ist, reichte es nicht: Mit 7:3 setzte sich Breinig durch und steht  am Freitag in der Endrunde.

„Das war insgesamt ein verdienter Sieg. Ich hoffe, dass wir den guten Spirit des heutigen Tages in die Rückrunde mitnehmen können“, freute sich Dennis Lange, stellvertretender Vorsitzender des SV Breinig. „Deshalb sind solche Hallenturniere gut und der Sieg wichtig, denn so können die Jungs Selbstvertrauen tanken.“

Von mangelndem Selbstbewusstsein am Mittwoch keine Spur: Breinig, dessen Trainer Robert Kroll noch in Urlaub weilt, behielt gegen die Liga-Kollegen Germania Dürwiß und VfL Vichttal eine weiße Weste und siegte mit 5:1 bzw. 6:4. „Gegen Vichttal haben wir zuletzt beim Turnier in Eschweiler gewonnen“, hatten sich die SV-Akteure somit auch beim Hallencup etwas ausgerechnet. „Wir haben eine ziemlich gute Hallenmannschaft zusammen. Vor allem im Finale haben wir hinten raus klar dominiert und verdient gewonnen.“

Die Auftaktpartie hatte Vichttal gegen Dürwiß 4:2 gewonnen. Die beiden Teams agierten auf Augenhöhe. „Ich denke, das war ein offener Schlagabtausch. Für die Zuschauer war es sicher ein interessantes Auf und Ab“, war VfL-Coach Udo Lipka trotz des Ausscheidens nicht unzufrieden. „Wir haben uns gut präsentiert und im Gegensatz zum vergangenen Jahr gesteigert.“ Da hatte Vichttal mit 0:8 gegen Breinig verloren. Diesmal war es ein Duell auf Augenhöhe. „Wir haben die ersten drei, vier Minuten verpennt“, legt Lipka den Finger in die Wunde. „Danach haben wir zwar noch mal Anschluss gefunden, aber die vielen Chancen nicht genutzt. Es war nicht nötig, so früh aus dem Turnier auszuscheiden.“

Punktlos fuhr Dürwiß nach Hause. „Es ist wie in der Liga, vorne machen wir die Dinger nicht rein, und hinten verteidigen wir nicht gut genug“, sagte Germania-Coach Markus Hambach seufzend. Sein junges Team ist noch nicht clever genug. „Gegen Vichttal waren wir vielleicht sogar die bessere Mannschaft, aber was nutzt das, wenn man nicht trifft.“ Doch beim 1:5 gegen Breinig waren die Rollen klarer verteilt. „Obwohl wir auch da viele Chancen hatten, nur – wie gesagt – wir nutzen sie einfach nicht.“

Wäre vor Turnierbeginn getippt worden, hätten in der Gruppe F sicherlich viele auf Alemannia Mariadorf gesetzt. Denn der Klub hat in der Halle immer stark gespielt,  war 2012 erst im Finale dem TuS Rheinland Dremmen 1:3 unterlegen. Wären die Wetten jedoch erst während der Gruppenspiele platziert worden, hätten sicher weniger  auf die Land-Alemannen gesetzt: Gegen Bezirksligist Concordia Oidtweiler verlor der Favorit  mit 5:6. Schon nach wenigen Sekunden war Oidtweiler in Führung gegangen, hatte die Tore der Mariadorfer immer wieder kontern können. Für die Zuschauer ein Vergnügen, für Frank Raspe weniger.

„Da stimmte unser Zweikampfverhalten nicht. Wir haben uns viel Tore viel zu leicht einschenken lassen. Wir haben insgesamt nicht gut gespielt. Es fehlte uns die Ordnung. Wir haben diesmal alles nur mit Kraft gemacht“,  war Mariadorfs Coach unzufrieden. Auch gegen den SV Rott, der zum Auftakt Oidtweiler 2:0 geschlagen hatte, lag sein Team schon 0:2 hinten, kämpfte sich dann aber sehenswert in die Partie zurück. In einem offenen Schlagabtausch agierten die beiden Teams auf Augenhöhe, bis in der Schlussphase Mariadorf mit großem Kampf die Partie drehte und mit einem 8:4-Sieg ins Finale einzog.

„Gegen Rott sind wir nur über den Willen gekommen. Zumindest eine Halbzeit waren wir nicht gut, dann haben wir die Partie dank eines absoluten Siegeswillen noch gedreht.“ Das sah Jens Mero, „Co“ des SV Rott ähnlich: „Das war eine verdiente Niederlage, Glückwunsch an die bessere Mannschaft“, zollte er dem Gegner Respekt. „Ärgerlich ist nur, dass wir unseren Vorsprung so leichtfertig verspielt haben. Wir hatten alle Trümpfe in der Hand, haben aber nicht mit der nötigen Ruhe verteidigt.“ Schon das erste Spiel hätte Rott verlieren können: „Oidtweiler hat clever agiert“, lobte Mero.

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