Gut vorbereitet nach der „ganz normalen Woche”

Von: Roman Sobierajski
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Überzeugungstäter: Sportdire
Überzeugungstäter: Sportdirektor Volker Finke will Lukas Podolski schnell zur Vertragsverlängerung Foto: imago/Herbert Bucco

Köln. Gelassenheit und trockener Humor sind zwei wesentliche Charakterzüge von Kölns Trainer Stale Solbakken. Und so kommentiert der Norweger den ganzen aufgeregten Flohzirkus um die Frage „Wer kommt, wer bleibt, wer geht noch alles?” rund um Ex-Präsident Wolfgang Overath und die aktuelle FC-Ikone Lukas Podolski mit einem einzigen Satz: „Tja, es war doch eine ganz normale Kölner Woche, oder?”

Am Ende dieser „ganz normalen” Kölner Woche sieht der 43-Jährige seine Mannschaft gut präpariert für den FSV Mainz 05, auch wenn die Vorbereitung alles andere als optimal verlief. Da waren zum einen die Querelen um den Rücktritt der Führungscrew des Vereins (Solbakken: „Ich habe am Montag kurz mit der Mannschaft darüber geredet, weil es ein großes Thema am Geißbockheim war, aber dann haben wir uns auf Mainz konzentriert”). Zum anderen haben die Länderspiel-Abstellungen die Vorbereitungen in der Bundesliga nicht gerade erleichtert, dennoch zieht Solbakken wie immer die positive der negativen Nachricht vor: „Alle Spieler sind gesund zurückgekehrt. Ich habe das Deutschland-Spiel gesehen und jedesmal, wenn Lukas Podolski am Ball war, gedacht: Spiel ab, spiel ab, geh nicht in den Zweikampf.”

Zwar hat der FC-Trainer seinen wichtigsten Spieler unbeschadet zurückbekommen, aber die Gerüchteküche um einen baldigen Wechsel des 26-Jährigen zu einem Top-Klub nach Italien oder England brodelt weiter kräftig. Sportdirektor Volker Finke versucht zwar, die Flamme kleiner zu drehen („Es gibt weder ein Angebot für Lukas, noch eine Aussage des Spielers, dass er uns verlassen möchte”), Trainer Solbakken muss aber eingestehen: „Es wäre für alle hier ein Schlag, wenn Lukas uns im Winter verlassen würde.”

Doch trotz der vielleicht noch drohenden Einschläge im FC-Universum bleibt es die Hauptaufgabe des Trainers, am Samstag eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf den Platz zu stellen, die nach Möglichkeit die erfolgreiche Heimbilanz von zuletzt drei Zu-Null-Siegen weiter ausbaut - und auch ihren Coach nicht Lügen straft, der bei der Mitgliederversammlung ein stolzes 3:0 über Mainz prophezeite. Zu personellen Fragen gab sich Stale Solbakken ungewohnt auskunftsfreudig: „Unser zweiter Innenverteidiger ist groß, kopfballstark und hat nur wenig Haar”, stellte der Norweger Kevin McKenna den Platz an der Seite von Pedro Geromel im Abwehrzentrum in Aussicht. Bei der anderen - überraschenden - Personalie konnte Solbakken wohl schlechterdings Nein sagen: „Er steht im Kader, weil sein Vater mir gesagt hat, ich muss ihn aufstellen”, flachste der 43-Jährige und kündigte an, dass Mitchell Weiser, 17-jähriger Sohn des früheren FC-Spielers und jetzigen Co-Trainers Patrick Weiser, je nach Spielverlauf sogar mit Einsatzzeit rechnen könne. „Er hat seinen Job im Training mit den Profis sehr gut gemacht und keinen Respekt vor großen Namen gezeigt”, begründete der FC-Coach die Nominierung.
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