Geromel-Kumpel Henrique Sereno ist im Anflug auf Köln

Von: Günter Kirschbaum
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Der Wunsch-Nachfolger für You
Der Wunsch-Nachfolger für Youssef Mohamad: Henrique Sereno hier im Testspiel des FC Porto beim FC Gütersloh. Foto: imago/Dünhölter

Köln. Volker Finke war am Mittwoch auf Einkaufstour. Der Sportdirektor des 1. FC Köln flog nach Portugal, um einen Nachfolger für Youssef Mohamad zu finden. Weil der Wechsel des Libanesen für rund zwei Millionen Euro Ablösesumme zu Al Ahli nach Dubai offenbar schon perfekt ist, ist der Job in der FC-Innenverteidigung neben Kapitän Pedro Geromel vakant.

Und gelöst werden muss das Problem schnell. Denn Kevin Pezzoni hat wegen einer Infektion immer noch Sportverbot, Kevin McKenna ist bei Stale Solbakken nur noch dritte Wahl, und intern spielen Tomoaki Makino und Christopher Schorch aktuell überhaupt keine Rolle.

Und da hat man sich beim FC daran erinnert, dass beim FC Porto derzeit ein Spieler zumeist auf der Bank sitzt, der vor vier Jahren bei Vitoria Guimarães mit Geromel das defensive Zentrum abgedichtet hatte. Henrique Sereno, 26 Jahre alt und beim FC Porto noch ein Jahr lang unter Vertrag. Am Mittwoch wurde verhandelt, ein Ergebnis war bis zum Abend aber noch nicht erzielt.

Offiziell wollte man sich beim 1. FC Köln dazu aber nicht äußern. „Ich kann nur bestätigen, dass sich Herr Finke heute nicht am Geißbockheim aufhält und externe Termine wahrnimmt”, sagte Sprecher Tobias Schmidt. „Zu allem anderen wollen wir uns nicht äußern.”

„Er weiß, wo das Tor steht”

Möglicherweise wird die Verpflichtung eines Innenverteidigers der einzige personelle Nachschlag in dieser Transferperiode bleiben. Bei der Suche nach einem Stürmer ist man beim eigenen Nachwuchs fündig geworden. Marc Uth, 19, wurde nach seiner Gala in der Regionalliga-Mannschaft des FC beim 2:1-Sieg gegen Rot-Weiß Essen in den Profi-Kader befördert. „Er weiß, wo das Tor steht”, begründete Stale Solbakken seine Entscheidung, Uth als Ergänzung und/oder Alternative zu Lukas Podolski und Milivoje Novakovic in den Bundesliga-Kader zu holen.

Während es nach zwei Niederlagen und 1:8 Toren im FC-Umfeld schon kräftig grummelt, ist die Binnenlage offenbar viel weniger dramatisch. Deshalb haben sich die Wortführer der Mannschaft auch zu Wort gemeldet. Lukas Podolski, der nicht im Verdacht steht, ein ausgemachter Freund des Norwegers zu sein, nachdem der ihm die Kapitänsbinde abgenommen hatte, stellt nüchtern fest: „Nach der 1:5-Niederlage in Schalke ist die Mannschaft in der Pflicht.” Sein Sturmpartner Milivoje Novakovic betont: „Solbakken ist ein Super-Typ. Man muss der Mannschaft und ihm einfach Zeit geben.” Zeit, die dem Trainer wohl nur dann gegeben wird, wenns sportlich besser läuft. Vielleicht schon Samstag mit Sereno?
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