Gepflegte Direktpässe gegen den Drittligisten

Von: Bernd Schneiders
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Mönchengladbach. Max Eberl hatte jede Menge zu tun. Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor sollte nach dem 0:1 in Hoffenheim einen Popanz rechtfertigen und kommentieren, den nur die Fragensteller aufgebaut hatten.

Der ehemalige Profi hatte zuvor allen erzählt - die es hören wollten -, dass der Fastabsteiger der letzten Saison zwar Tabellenzweiter war, aber alles andere als ein Bayern-Jäger. „Das war schon eine bizarre Situation”, sagte der Abwehrspezialist schmunzelnd.

Die Pokal-Aufgabe heute beim Drittligisten 1. FC Heidenheim bewahrt Eberl erst einmal vor der Fortführung der Abwehrgespräche. Heidenheim ist kein unbekannter Gegner für den Bundesligisten. Auf der Rückreise aus dem österreichischen Trainingslager quälte sich Borussia dort zur Saison- und Stadioneröffnung ein 3:1 ab. „Wir waren müde und Heidenheim schon eine Woche weiter”, entschuldigt der Manager den schwachen Auftritt. Der hilft aber womöglich dabei, den Drittligisten nicht zu unterschätzen. „Dass die was drauf haben, musste ja auch Werder Bremen kurze Zeit später spüren.”

Gerne würde Heidenheim mit Borussia den nächsten Erstligisten aus dem Pokal schubsen. Und die Ex-Gladbacher Nico Frommer und Andreas Spann werden zusätzlich motiviert sein. Max Eberl trifft dort noch auf einen weiteren guten Bekannten: Frank Schmidt, ehemaliger Alemannia-Profi, ist dort Trainer. „Wir kennen uns aus den Auswahlzeiten beim DFB. Er ist nicht unbedingt der dickste Kumpel, aber wir haben uns immer gut verstanden.”

In der U 15 und U 16 des DFB haben sie gemeinsam gekickt, Jünglinge auf dem Sprung in den Profi-Fußball. „Er war frühreif, ich war immer schon so groß”, schmunzelt Eberl. Sorgen wegen der Schwierigkeiten in Hoffenheim macht sich der Manager nicht. Und auch den Anspruch, bei stockendem Kombinationsfluss in der Lage zu sein, auf eine andere Spielweise umzuschalten, sieht er nicht. „Das kann keine Mannschaft der Welt, nicht einmal der FC Barcelona. Und ich weiß auch nicht, ob es im Nachhinein schlauer gewesen wäre, hoch vorne reinzuspielen. Compper und Vorsah sind auch nicht gerade kopfballschwach.”

In Heidenheim wird die Favre-Elf sich erneut im gepflegten Direktpass-Spiel versuchen. Mit dabei sind die angeschlagenen Juan Arango und Torwart Marc-André ter Stegen, sowie der wieder genesene Filip Daems.
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