Geißbock-Fantreffen: Toni Schumacher ist der gefragteste Mann

Von: Lukas Weinberger
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Im Blickpunkt: Toni Schumacher
Im Blickpunkt: Toni Schumacher, neuer Vizepräsident des 1. FC Köln, war in Gladbach der gefragteste Mann. Foto: Weinberger

Gladbach. Der Stachel des Abstiegs sitzt bei den Fans des 1. FC Köln immer noch tief. Zu unnötig war der fünfte Gang in die 2. Fußball-Bundesliga. Doch der Klub aus der Domstadt wäre kein Kultverein, wenn sich seine Anhänger nicht stets an das Motto der Vereinshymne halten würden: „Mer stonn zo dir, FC Kölle!”

So hält es seit Jahren auch der Fanclub „Neffeltal 98” aus Vettweiß und Umgebung. Nun richtete der Verein bereits zum dritten Mal die offizielle Meisterschaft der 1.-FC-Köln-Fanclubs aus. Auf dem Sportplatz in Vettweiß-Gladbach wurde um die Fußballkrone der Fanclubs gestritten, über den FC gefachsimpelt, in Erinnerungen geschwelgt und die Zukunft ausgemalt. „Es ist toll, ein ganzes Wochenende mit FC-Anhängern aus anderen Regionen zu verbringen”, berichtete Henning Demke, Präsident von „Neffeltal 98”.

Und die Anhänger erhielten bei ihrem Treffen sogar prominente Unterstützung: Der neue Vizepräsident des Klubs, der gebürtige Dürener Toni Schumacher, hatte es sich nicht nehmen lassen, selbst nach Neffeltal zu kommen. „Da muss man als Vorstandsmitglied einfach mit gutem Beispiel vorangehen”, sagte Schumacher. Er hörte sich die Sorgen der Fans an, philosophierte mit ihnen über die Zukunft des Klubs, schrieb Autogramme. „Wir müssen den Verein wieder vereinen”, formulierte Toni Schumacher sein Ziel. Und dazu müsse man eben auch in den Dialog mit den Fans treten.

Viel Herzblut

Fußballerisch kommen die natürlich lange nicht an ihre Idole heran - auch wenn die FC-Spieler in der kommenden Saison nur in Liga 2 kicken werden.

Dafür zeigten die Spieler der einzelnen Fanclubs beim Turnier, dass sie auf dem Spielfeld mit eben so viel Herzblut dabei sind wie daneben: Es wurde um jeden Ball gekämpft, es wurde gejubelt und gehadert. „Natürlich schwingt sportlicher Ehrgeiz mit”, sagte Henning Demke. „Aber trotzdem läuft alles äußerst fair ab!”

Elf Fanclubs waren nach Gladbach gereist; die meisten aus dem Umkreis von Köln, aber auch Anhänger aus Thüringen und dem Spessart nahmen am Turnier, das in jedem Jahr vom 1. FC Köln vergeben wird, teil. Die Anhänger aus Vogelsang zelteten gar am Sportplatz. Zudem hatte der Fanclub „Neffeltal 98”, der von diversen Ortsvereinen Gladbachs unterstützt wurde, ein ansprechendes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt.

Am Ende waren es die Fans der „Bedburger Colognes”, die sich über den Turniersieg freuen durften. Auf dem zweiten Platz landete „Herzblut Cologne Niederkassel”, Dritter wurde „Köln-West” aus Nörvenich.

Gastgeber „Neffeltal 98” landete auf Platz 8, durfte sich aber dennoch über einen Titel freuen: Dennis Kolbe wurde als bester Torwart des Turniers ausgezeichnet. Bester Torschütze wurde mit elf Treffern Ümit Sirmali („Bedburger Colognes”). Die Platzierungsspiele waren vom ehemaligen FIFA-Schiedsrichter Walter Eschweiler geleitet worden.

Schon am Vortag hatten die elf Fanclubs die Vorrunde des Turniers gespielt. Am Abend hatte man es dann gemeinsam bei der „Kölschen Nacht” - bei der die Dürener Band „Echte Fründe” einheizte - richtig krachen lassen. Vielleicht können die FC-Fans aus nah und fern ja in Zukunft wieder zusammen feiern - dann am liebsten wieder Erfolge ihres geliebten 1. Fußballclubs Köln.
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