Gegen die Hertha soll vieles wieder besser werden

Von: luk
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Kehrt ins Kölner Team zurück: Marcel Risse. Foto: sport/Szyza

Köln. Es ist nicht überraschend, dass diese Niederlage vom Wochenende Spieler und Trainer beim 1. FC Köln in den vergangenen Tagen beschäftigt hat. Es galt sie aufzuarbeiten, das ist bei jeder Niederlage so.

Und dieses 0:1 vom Wochenende war dazu ja eine besondere; es war eine Niederlage im Derby gegen Borussia Mönchengladbach, es war eine, die ein bisschen ratlos gemacht hat. In der ersten Hälfte hatten die Kölner nicht in die Zweikämpfe gefunden, es fehlte Aggressivität und Laufbereitschaft. All das, was den FC sonst stark macht. Trainer Peter Stöger sagt: „Gewisse Dinge kann man nicht verstehen.“ Was da passiert sei, sei „eigenartig“ gewesen. Und so ist die Schlussfolgerung aus der Analyse: Am Freitag, im Heimspiel gegen Hertha BSC (20.30), soll alles wieder besser werden.

Das hatten die Spieler schon direkt nach dem Spiel gegen Gladbach gefordert, Timo Horn etwa. Der Torwart sagte: „Dass wir so nachlässig sind, das ist man ja nicht von uns gewohnt, und das müssen wir im nächsten Spiel wieder abstellen.“ Von Wiedergutmachung hat kein Spieler gesprochen, aber irgendwie schwang dieses Wort in den Reden mit.

„Eine schwierige Aufgabe“

Dass das Duell mit den Berlinern kein leichtes wird, zeigt schon ein kurzer Blick auf die Tabelle: Die Hertha hat eine überragende Hinrunde gespielt, und obwohl es in der Rückserie mit vier Unentschieden und einer Niederlage noch nicht ganz rund gelaufen ist, steht sie auf Rang drei, einem Champions-League-Platz. „Eine schwierige Aufgabe“, findet auch Stöger, „aber sicherlich auch ein interessantes Spiel.“

Der Trainer warnt vor allem vor der Berliner Offensive, Salomon Kalou und Vedad Ibisevic haben zusammen schon 17 Mal in dieser Saison getroffen. Stöger sagt: „Sie sind echte Torgaranten.“ Es sei wichtig, ihnen keinen Raum zu geben, weil sie aufgrund ihrer großen Erfahrung Situationen schnell erkennen könnten; sie müssten konsequent gedeckt werden. „Leichtsinnig und schläfrig“, also so wie in den ersten 45 Minuten in Gladbach, „dürfen wir nicht sein“. Offensiv hat sich die zweite Hälfte im Derby ja durchaus sehen lassen können, auch wenn sich der FC seine guten Torchancen eher erarbeitete als erspielte.

Stöger kann am Freitag wieder auf ein Stück mehr Kreativität hoffen, Marcel Risse, der in Gladbach ja wegen seiner fünften Gelben Karte gefehlt hat, ist wieder dabei. Stöger sagt: „Marcel ist ein Spieler, der uns sehr, sehr gut tut.“ Der rechte Flügelspieler dürfte wieder für Pawel Olkowski in die Mannschaft rücken. Auch eine Rückkehr von Mergim Mavraj ist denkbar, der Innenverteidiger war gegen Gladbach kurzfristig wegen eines Magen-Darm-Virus ausgefallen. Ziemlich sicher auf der Bank sitzen wird Yuya Osako, der im Derby eine Chance von Anfang an bekommen hatte, sie aber ziemlich kläglich vergab. Verletzt fehlen wird nur Simon Zoller.

Die Herthaner haben da schon ein bisschen größere Verletzungssorgen. Ihnen fehlt sowohl Abwehrchef Sebastian Langkamp als auch Mittelfeldspieler Vladimir Darida, zwei absolute Stammspieler. Pal Dardai, der Berliner Trainer, ist dennoch ziemlich selbstbewusst vor der Partie in Köln, er sagt: „Wir wollen auf Sieg spielen, wir sind gut drauf.“

Voraussichtliche Aufstellung: Horn - Maroh, Mavraj, Heintz - Risse, Lehmann, Hector, Mladenovic - Gerhardt, Bittencourt - Modeste

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