Frontzeck setzt auf neues Kollektiv

Von: Bernd Schneiders
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Mönchengladbach. Es ist kein Duell der Systeme: Sowohl Borussia Mönchengladbach als auch Gastgeber 1. FC Köln bevorzugen das Konterspiel, wenn auch mit unterschiedlichem Akzent.

Allein schon am Torverhältnis abzulesen: Gladbach hat 34 Tore erzielt, der FC nur 22. Dafür aber haben die Kölner lediglich 33 kassiert, Borussia immerhin 46. Vielmehr ist es ein Duell zweier Philosophien: Gladbach scoutet nicht nur nach fußballerischen Gesichtspunkten. Die Spieler müssen auch vom Charakter her passen. Und selbst wenn der stimmt, wird noch abgeklopft, passt etwa ein neuer Innenverteidiger zu dem, der schon da ist. Fußballerisch und auch von der Spielauffassung her.

Der Kollektiv-Gedanke ist auch ein Erbe von Hans Meyer, unter dem Michael Frontzeck seine ersten Schritte als Co-Trainer machte. Nominell sind die Gladbacher dem Rivalen unterlegen, doch wenn sie ihre Qualitäten als Mannschaft abrufen, können sie dieses Manko mehr als wettmachen. Allerdings sind auch die Kölner in besonderen Situationen in der Lage, sich für anderthalb Stunden zusammenzuraufen. Bei Herausforderungen etwa wie gegen die Bayern - oder eben im Derby.

Zusätzliches Gladbacher Problem: Trainer Frontzeck hat angekündigt, dass nach der vertanen Rehabilitierungs-Chance gegen Wolfsburg personelle Änderungen anstehen. Das könnte das Sturm-Duo Bobadilla/Colautti treffen, aber auch den Aushilfssechser Marcel Meeuwis. Thorben Marx ist seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining. Spielfit kann er nach fünf Wochen Pause nicht sein. Doch auch 80 Prozent könnten einen Mehrwert für die Mannschaft besitzen. Frontzecks Vertrauensspieler ist eingespielt mit Michael Bradley. Zudem kann er den ruhigeren Part in der Defensive übernehmen, während der US-Amerikaner sich als Schalterspieler austoben könnte.

Im Sturm führt kein Weg an Rob Friend vorbei: Kopfballstärke, körperliche Präsenz, Ballhaltequalitäten sind speziell im Derby ein Pfund. Um ihn herum könnte der pfeilschnelle Marco Reus sein Unwesen treiben. Dessen Posten auf rechts würde dann Patrick Herrmann übernehmen, da Karim Matmour ausfällt (Adduktoren).

Voraussichtliche Aufstellung: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Daems - Marx, Bradley - Herrmann, Arango - Friend, Reus


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