Fortuna-Kapitän Lambertz: Im Fahrstuhl in die Bundesliga

Von: Andreas Schirmer, dpa
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Andreas Lambertz, Kapitän von Fortuna Düsseldorf, nach dem Sieg gegen den FC St. Pauli in Hamburg im Oktober 2011. Foto: dpa

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Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs Kapitän Andreas Lambertz sorgt für ein Novum in der Bundesliga. Der 27-Jährige ist der erste Fußballer, der von der vierthöchsten Spielklasse - einst Oberliga Nordrhein - den Durchmarsch in die deutsche Eliteliga geschafft hat. An diesem Samstag steht er beim VfB Stuttgart endlich vor seiner Bundesliga-Premiere. „Das ist ein schöner Nebeneffekt für mich, mehr nicht”, sagte Lambertz, der wegen seines nimmermüden Kampfgeistes und der Vereinstreue der Fortuna-Publikumsliebling schlechthin ist.

Nach seiner Sperre für zwei Spiele brennt der kurz „Lumpi” genannte gebürtige Rheinländer auf sein Debüt im Oberhaus - vorausgesetzt, Chefcoach Norbert Meier stellt ihn auf. „Ich hoffe doch, dass ich spiele. Ich bin fit”, meinte Lambertz, der am 27. August 2003 gegen Adler Osterfeld in der Oberliga seinen Einstand für die Fortuna gab und dessen aktueller Vertrag bis 2014 läuft.

Lambertz hatte sich im Erstrunden-Pokalspiel bei Wacker Burghausen eine Knöchelverletzung zugezogen, die nun aber auskuriert ist. In Stuttgart könnte er neben Axel Bellinghausen auf die „Sechser”-Position rücken.

Während der Bundesligapartien beim FC Augsburg (2:0) und gegen Borussia Mönchengladbach (0:0) musste Mittelfeldakteur Lambertz zusehen: Weil er am Ende des Relegationsspiels am 15. Mai gegen Hertha BSC eine Bengalo-Fackel in der Hand hielt, war er vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gesperrt worden.

„Es war nicht schön, auf der Tribüne sitzen zu müssen”, bekannte Lambertz, der das Bundesliga-Comeback der Fortuna in Augsburg als Zuschauer verfolgt hat. „Das erste Spiel in der Bundesliga wollte ich mir nicht entgehen lassen. Und die Jungs haben es dort und gegen Gladbach auch ohne mich ordentlich gemacht.”

Der Frust über die Sperre ist längst verraucht. „Ich habe mich relativ schnell damit abgefunden”, betonte Lambertz, „es war ein Fehler, auch wenn ich die Fackel nur ein paar Sekunden in der Hand hatte.” Jetzt zählt für ihn auch nicht mehr, was war, sondern wie sich der Aufsteiger vom Rhein im Oberhaus schlägt.

„Es ist keine einfache Mission, wir sind der Nobody der Liga”, räumte er ein. Um den Klassenverbleib schaffen zu können, dürfe von der Fortuna niemand Schönspielerei erwarten. „Die Marschroute muss sein, die Gegner nicht spielerisch besiegen zu wollen”, erklärte Lambertz. „Wir müssen sie bekämpfen und beackern.” Nach 30 Oberliga-, 120 Regionalliga- und 84 Zweitliga-Spielen will er auch bei seiner Feuertaufe in der Bundesliga als Vorbild vorangehen.

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