FC Wegberg-Beeck: Positives Gefühl vor Velbert-Spiel

Von: André Nückel
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Den nächsten Anlauf auf den ersten Auswärtspunkt starten die Beecker in Velbert. Auf Thomas Lambertz (r.) wird man dabei verletzungsbedingt wahrscheinlich verzichten müssen. Foto: Royal

Wegberg-Beeck. Nach einer auf ganzer Linie enttäuschenden Hinrunde wollte Fußball-Regionalligist FC Wegberg-Beeck im neuen Kalenderjahr in vielen Bereichen besser auftreten. Die Zwischenbilanz sieht nach drei Spielen jedoch wieder mager aus.

 Beim Rückrundenauftakt in Erndtebrück war man zwar ebenbürtig, aber für den ersten Auswärtszähler fehlte die letzte Galligkeit im vorderen Drittel. Im Mittelrheinpokal bei Ligakontrahent Viktoria Köln (0:4) und im „Derby“ gegen Borussia Mönchengladbach II (2:6) setzte es für das abgeschlagene Schlusslicht zwei empfindliche Pleiten.

„Gladbach und Viktoria sind nicht unsere Kragenweite, aber wir hatten gute Phasen“, ordnet Teamchef Friedel Henßen die Begegnungen ein. „Wir haben es von der Bereitschaft her gut gemacht, doch fehlte uns in manchen Situationen einfach die Cleverness.“ Der Übungsleiter befindet zudem, dass die Endergebnisse den jeweiligen Verlauf in ein falsches Licht rücken: „In Köln waren wir im ersten Abschnitt auf Augenhöhe, und gegen die Borussia stand es 20 Minuten vor Schluss nur 2:3.“

Bei der 18. Partie in der vierten Liga muss der FCW in Velbert (Samstag, 14 Uhr) auch auf drei Spieler verzichten: Sebastian Wilms fehlt wegen einer Gelbsperre, und Patrick Ajani wurde vom Verband nach einer Notbremse für zwei Begegnungen aus dem Verkehr gezogen. Henßen: „Patrick hatte die Geschwindigkeit seines Gegenspielers unterschätzt.“

Für Thomas Lambertz wird die Zeit nicht ausreichen. Der Flügelspieler wurde am vergangenen Freitag nach einer guten Viertelstunde bereits ausgewechselt, was aber nicht leistungstechnische Gründe hatte: „Er war zwar nicht gut im Spiel, aber ich musste ihn wegen einer Zerrung runternehmen“, erklärt der Trainer, der weiterhin Optimismus verbreitet.

Mit 27 Punkten ist der SSV der beste Aufsteiger in der Liga und hat somit satte 22 Zähler mehr geholt als das Schlusslicht aus Beeck. Eine gravierende Umstellung im taktischen Bereich plant Henßen nach der erneuten Niederlagenserie nicht, weil er an die eigene Stärke glaubt: „Auch wenn die Resultate ausbleiben, sind wir mittlerweile besser aufgestellt als noch zu Saisonbeginn. Defensiv wie offensiv.“

Im Hinspiel ging Wegberg-Beeck mit 2:6 unter. Neben naivem Verhalten bei eigenem Ballbesitz sorgten vor allem individuelle Aussetzer für die Gegentore. Genau da will der Teamchef, der auf Fabio Ribeiro und Dominik Bischoff hofft, ansetzen. Sahin Dagistan, der zuletzt die Bank drücken musste, hat nach einer guten Trainingswoche wieder Chancen auf einen der freien Plätze in der Startelf.

Egal wie aussichtslos die Situation auch sein mag, die Zuversicht ist Friedel Henßen nicht zu nehmen: „Es mag nach außen hin zwar schwierig nachvollziehbar sein, aber wir fahren mit einem positiven Gefühl nach Velbert, weil die Jungs wie immer gut trainieren. Wir können da was holen.“

Giuseppe Pisano, Kapitän der U 23 von Borussia Mönchengladbach, ließ sich im Spiel gegen Beeck zu Aussagen wie „Ich könnte euch mit meinem Gehalt jetzt schon alle durchfüttern“ hinreißen. Über die Zeitung RevierSport entschuldigte sich der Stürmer für seine Bemerkungen. Für Henßen ist die Angelegenheit damit erledigt: „Es zeigt Charakter, dass er sich öffentlich für sein Verhalten entschuldigt.“

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