FC Wegberg-Beeck liefert die nächste große Enttäuschung

Von: André Nückel
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Beecks Sebastian Wilms (rechts) mag nicht mit einstimmen in den Oberhausener Jubel. Später sah der Linksverteidiger die Gelb-Rote Karte und fehlt in der Partie gegen Kray. Foto: sport/Werner Otto

Oberhausen. Im Duell der beiden „Kleeblätter“ in der Fußball-Regionalliga wirkte der FC Wegberg-Beeck wie ein verunsicherter Sprössling im Schatten des großen SC Rot-Weiß Oberhausen. Dass der Aufsteiger die Partie in der Fußball-Regionalliga nur mit 0:4 (0:2) verlor, lag an „gnädigen“ Gastgebern.

„Wegberg-Beeck ist die Schießbude der Liga, aber wir haben mit einem harten Spiel gerechnet“, sagte der eingewechselte RWO-Spieler Alexander Scheelen fast schon süffisant in den Katakomben des Stadion Niederrhein. Einen anspruchsvollen Kampf sahen die 3088 Zuschauer aber nicht, denn Beeck versteckte sich.

Teamchef Friedel Henßen, der im Vergleich zur Startelf gegen die U 23 des FC Schalke 04 nur den verletzten Fabio Ribeiro (Wadenzerrung) ersetzen musste, konnte sich die Passivität auch nicht erklären. Sein Team lief wieder in einem 4-4-2 auf, verzichtete aber auf das frühe Pressing. Stattdessen bauten sich die beiden Viererreihen knapp 30 Meter vor dem eigenen Strafraum auf.

„Nein, so tief wollten wir auf keinen Fall stehen, aber wir haben einfach keinen Zugriff auf das Spiel bekommen“, tadelte der Teamchef. Die Offensivbemühungen sind schnell erzählt. Johannes Walbaum prüfte in der 36. Minute Robin Udegbe von der Mittellinie, aber der Torhüter von Oberhausen ließ sich nicht überraschen.

Oberhausen gab im Schongang den Takt vor, ohne dabei zu glänzen. Verteidiger Christoph Caspari machte viel Druck über die rechte Seite. Seine Maßflanke verwertete Simon Engelmann mit einem krachenden Volley zur 1:0-Führung (33.). Der Angreifer traf den Ball zwar exzellent, aber das Beecker Innenverteidiger-Duo Simon Küppers und Walbaum gewährte zu viel Platz.

Raphael Steinmetz verschaffte sich wenig später mit einer simplen Schussfinte den nötigen Platz auf Höhe des Elfmeterpunktes, um Patrick Nettekoven zum zweiten Mal zu überwinden (41.).

Mit Beginn des zweiten Abschnitts schob Henßen Walbaum ins Mittelfeld vor. Der schwache David Azin, für Ribeiro in der Anfangsformation, blieb in der Kabine. Henßen: „Ich hätte auch acht andere auswechseln können“. Spielerisch half auch dieser Zug nichts, denn der Bus, mit dem Beeck angereist war, parkte im übertragenen Sinne weiter am eigenen Sechzehner.

Lediglich Stefan Thelen bestätigte den Aufwärtstrend der letzten Wochen. Der Dauerläufer in der Zentrale versuchte ab und an mit Tempo für Entlastung zu sorgen und gewann die Mehrzahl seiner Zweikämpfe. Gegen den Doppelschlag von Patrick Bauder (66. ,68.) konnte auch er nichts machen.

In der Schlussphase verlor der FC dann noch Sebastian Wilms. Nach wiederholtem Foulspiel flog der Linksverteidiger mit Gelb-Rot vom Platz (85.) und wird am Samstag gegen den FC Kray fehlen.

Die Beecker müssen erneut die krasse Kehrtwende schaffen, denn „mit so einer Leistung hast du in der Regionalliga keine Chance“, weiß Friedel Henßen.

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