Köln - FC landet den ersten Dreier

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FC landet den ersten Dreier

Von: Roman Sobierajski
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Der erste Kölner Feldtorschü
Der erste Kölner Feldtorschütze der Saison: Tobias Strobl feiert den Anlass gegen den FSV Frankfurt. Foto: Rainer Dahmen

Köln. Schiedsrichter Felix Zwayer wird wohl kaum eine Einladung zur Geburtstagsparty von FC-Trainer Holger Stanislawski am Mittwoch erhalten. Schließlich versagte der Unparteiische beim 2:1-Sieg der Kölner über den bis dato ungeschlagenen FSV Frankfurt einem regulären Treffer die Anerkennung.

Doch vielleicht war es genau diese Fehlentscheidung, die den 1. FC Köln, der bislang zwei magere Punkte und zwei ebenso magere Tore auf dem Konto hatte, für die weitere Saison in die Spur brachte.

Es war Minute 36, als zumindest die Kölner unter den 32.000 Zuschauern in lauten Jubel ausbrachen: Anthony Ujah hatte sich nach Abschlag von FC-Torwart Timo Horn zusammen mit Frankfurts Keeper Patric Klandt außerhalb des Strafraums in die Luft geschraubt, der Kopfball von Klandt landete vor den Füßen von Christian Clemens, der den Ball mit einem sehenswerten Heber in die Maschen versenkte. Doch Schiedsrichter Zwayer hatte als Einziger ein Handspiel von Ujah gesehen - und entschied auf Freistoß Frankfurt und Gelb für Ujah.

Doch von dem Moment an war der unbedingte Wille der Hausherren zu spüren, das Spiel für sich zu entscheiden. Nichts mehr zu sehen vom bislang ideenlosen und statischen Vortrag, als sich zwischen Mittelkreis und Strafraum zeitweise mehr Spieler drängten als im Alten Wartesaal zur Weihnachtszeit. Bezeichnend für die erste halbe Stunde: Ujah drosch nach Kopfballvorlage des Frankfurter Abwehrspielers Alexander Huber den Ball aus kürzester Distanz über das Tor (13.). „Die Frankfurter haben unser Spiel erst völlig kaputt gemacht”, räumte anschließend Thomas Bröker ein. „Doch dann haben wir Riesendruck gemacht und uns viele Chancen erarbeitet.”

So dauerte es nur eine Minute nach dem Seitenwechsel, bis Tobias Strobl die FC-Legende Herbert Neumann ablöste, der vor 35 Jahren als bislang letzter Kölner Spieler gegen den FSV ein Tor erzielt hatte. Der Ball flipperte im Strafraum zwischen Ujah, Sascha Bigalke und Strobl hin und her, dann hielt der defensive Mittelfeldspieler entschlossen drauf und sorgte für die Kölner Führung. „In dem Moment ist der Rucksack von uns abgefallen”, meinte Strobl, der erst zwei Stunden vor Anpfiff von seinem Einsatz erfahren hatte. Tatsächlich kam der FC im Anschluss zu Chancen im Minutentakt, doch weder Clemens (66./69.) noch Ujah (68.) konnten die Führung ausbauen.

Es bedurfte da schon des eingewechselten Adil Chihi, der mit seinem Schuss ins Glück Klandt keine Chance ließ (82.), kurz zuvor war der 24-Jährige noch mit einem Tunnelversuch am FSV-Keeper gescheitert. „Ich hatte mir fest vorgenommen, dass ich meine zweite Chance reinmache”, erklärte der Marokkaner, der noch gegen Union Berlin überhaupt nicht im Kader war. Der Anschlusstreffer der Gäste durch den ebenfalls eingewechselten John Verhoek per Kopf in der Schlussminute war nur noch ein Schönheitsfehler.

Das Geburtstagskind Holger Stanislawski reagierte auf den ersten Kölner Sieg nach saisonübergreifend 15 Partien eher nüchtern als mit Champagnerlaune: „Bislang haben wir gut gespielt und hatten das falsche Ergebnis. Heute haben wir es umgekehrt gemacht”, resümierte der Kölner Trainer.

Den anstrengenden Erfolg wollte der (nun) 43-Jährige vor der Freitagspartie gegen Paderborn dennoch nicht zu hoch hängen. „Das war ein zähes Spiel. Ich weiß nicht, ob ich Mitternacht noch erlebe.”
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