Köln - FC Köln: Spinner und Thielen wollen keine Schlammschlacht

FC Köln: Spinner und Thielen wollen keine Schlammschlacht

Von: Günter Kirschbaum
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Köln. Die Protagonisten haben sich beschnuppert. Am Donnerstag trafen sich Dr. Werner Spinner und Karl-Heinz Thielen und tauschten sich aus. Was die beiden Kandidaten für das Amt des Präsidenten beim 1. FC Köln miteinander zu bereden hatten, ist nicht bekannt. Sie schwiegen sich über die Inhalte aus.

„Die Unterredung hat in freundlicher Atmosphäre stattgefunden”, teilte FC-Sprecher Tobias Schmidt mit. „Beide Seiten haben vereinbart, in jeder Hinsicht respektvoll miteinander umzugehen.” Das ist wohl die vorsichtige Umschreibung dafür, dass man sich auf der Außerordentlichen Mitgliederversammlung am kommenden Montag in der Lanxess-Arena nicht verbal an die Wäsche gehen will. Sowohl Spinner als auch Thielen wollen die befürchtete Schlammschlacht vermeiden.

An dem Treffen hatte auch Toni Schumacher teilgenommen, der in Spinners Team als Vize-Präsident die sportliche Kompetenz repräsentiert. Gemeinsam mit Markus Ritterbach, dem Präsidenten des Komitees Kölner Karneval, bildet Schumacher die Vorstandsbesetzung, die der Verwaltungsrat den Mitgliedern vorschlagen wird.

Doch die Mitgliedschaft ist gespalten, und die FC-Bosse werden zunehmend nervös. Das ist nicht nur der prekären sportlichen Situation geschuldet. Nachdem Thielen seine Kandidatur angekündigt und mit Franz-Josef Wernze und Bernd Steegmann seine Mitstreiter präsentiert hatte, fand sich gleich ein prominenter Unterstützer. Lukas Podolski ergriff öffentlich Partei für Thielens Team. Das widerum brachte und Podolski einen Termin beim Hauptgeschäftsführer ein. Dort wurde dem 26-Jährigen ordentlich der Kopf gewaschen. Anschließend räumte er ein, sich „vielleicht voreilig” erklärt zu haben.

Doch Podolskis Parteinahme für Thielen, Wernze und Steegmann war alles andere als ein verbaler Ausrutscher. Investor Wernze steuerte 2007 rund 2,5 Millionen zu Podolskis Rückkehr bei und gilt als Vertrauter des Nationalstürmers. Zudem hat die FC-Ikone eine ausgewachsene Abneigung gegen Schumacher entwickelt.

Wernze, der auch dem Verwaltungsrat des Klubs angehört, gilt intern als größter Kritiker Horstmanns. Und sollte Wernze am Montag ins FC-Präsidium aufrücken, wäre der Abschied des FC-Hauptgeschäftsführer im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen. Denn 2013 läuft Horstmanns Vertrag aus.

Beim 1. FC Köln kämpft man derzeit also an zwei Fronten. Um die Macht im Klub und um die sportliche Zukunft.
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