Favres Arbeit an den fehlenden Prozenten

Von: bsc
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Mönchengladbach. Immer, wenn die Erinnerung kommt... Auch in der letzten Saison war Borussia Mönchengladbach mit einem Sprung über eine nicht einfache Pokal-Hürde gestartet. Damals in Aue, diesmal mit einem 3:1 in Regensburg.

Und die Geschehnisse in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 sind Anlass genug, dieses frühe Erfolgserlebnis nicht überzubewerten. Auf gut „achtzig Prozent” schätzt Martin Stranzl die in Ost-Bayern gezeigte Leistung ein. Am kommenden Sonntag zum Liga-Auftakt in München dürfen die fehlenden 21 Prozent oder am besten gleich noch ein paar mehr dazukommen.

Der Weg ist das Ziel

Der detailversessene Lucien Favre ist bei seiner noch andauernden Aufbauarbeit West zwar mit 100-prozentigem Einsatz und Engagement dabei. Aber selbst nach einem Sieg bei den Bayern würde er keine Langzeit-Trainingspause verkünden. „Kein Trainer der Welt wird sagen, dass seine Mannschaft bei 100 Prozent ist. Das wäre fatal.”

Der Weg ist das Ziel, und selbst seine bis auf Neuzugang Lukas Rupp eingespielte Rettungs-Mannschaft benötigt die alltägliche Übungs- und Verfeinerungseinheit. Was auch das Spiel in Regensburg gezeigt hat. Die Flachpass-Kombinationen sind selbst beim FC Barcelona endlich - bei der Borussia aber (noch) viel zu früh. Das hängt natürlich nicht nur mit technischen Defiziten zusammen. Die von Favre einstudierte Spielweise verlangt auch hohen läuferischen Aufwand und ein smartes Positionsspiel.

„Wichtig war, dass wir weiterkommen”, sagt der Borussen-Trainer. Und Martin Stranzl verweist auf einen zusätzlichen Effekt. „Natürlich ist es vom Kopf her wichtig, wenn man das erste Pflichtspiel gewinnt.” Da passt es, dass er selbst eigenköpfig den Erfolg gegen seinen Michael Hofmann mit dem 1:0 eingeleitet hatte. Der Torjubel fiel extrem bescheiden aus.

Stranzl ist kein Egomane. In erster Linie war es erneut eine Kopf- und auch Charaktersache. Der Regensburger Torhüter ist seit gemeinsamen Zeiten bei 1860 München ein guter Freund des Österreichers, der ihn traditionell im Sommerurlaub im Burgenland besucht.
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