Düren - Evivo Düren: Mit 350 Gramm Fleisch zum Sieg

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Evivo Düren: Mit 350 Gramm Fleisch zum Sieg

Von: Sandra Kinkel
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Ein Blick ins Allerheiligste: In ihrer Kabine bereiten sich Dürens Volleyballer samt Trainer Sven Anton (Mitte) auf die taktischen Anforderungen des Spiels vor. Foto: Guido Jansen

Düren. Heute war Stefan Hübner dran. Der Spieler von Evivo Düren durfte sich wünschen, was es am Mittag vor dem letzten regulären Heimspiel der Saison vor den PlayOffs zu essen gibt. „Das ist bei uns so üblich”, erklärt Mittelblocker Felix Isaak. „Aufsteigend nach den Rückennummern darf sich immer ein anderer vor den Heimspielen ´was wünschen.”

Serviert wird das Essen im Sommerbad des DTV, gekocht wird von Sebastian Leisten. „Heute gibt es Hähnchenbrust mit Ananas, Reis, Nudeln und Salat”, so der Koch, der dann gleich betont: „Es macht total Spaß für die Jungs zu kochen. Tierisch Spaß.”

Volleyballer, schmunzelt Sebastian Leisten, seien sehr gute Esser. „Sportler halt”, sagt er. „Oder besser: große Sportler.” Würde er sonst 200 Gramm Fleisch pro Person kalkulieren, kämen bei den Volleyballern locker 350 Gramm Fleisch auf den Tisch. „Die haben schon echt Hunger.”

Mit den Ess- vor allen Dingen aber auch mit den Schlafgewohnheiten von Volleyballern kennt sich auch Rosemarie Richarz vom Hotel „Jägerhof” in Rölsdorf bestens aus. Vorgestern Nacht ist die Mannschaft aus Rottenburg in Rölsdorf eingetroffen, am Sonntag reist die Truppe wieder ab. „Bei uns schlafen seit 20 Jahren Volleyballer”, sagt Rosemarie Richarz. „Und das waren immer ganz nette Jungs. Keine Probleme.” Für die Truppe aus Friedrichshafen backt Rosemarie Richarz immer eine Glückskuchen, den bekommen die Rottenburger nicht. „Die kriegen Brötchen. Und dürfen so lange essen, bis der Trainer sagt, dass Schluss ist.” Mit den Betten, so Richarz, habe es auch noch nie Probleme gegeben. „Klar sind die über zwei Meter”, sagt die Hoteliersfrau. „Aber unsere Betten haben kein Fußteil, so dass alle immer gut schlafen. Wir brauchen in Düren gar kein neues Hotel.”

Die Truppe von Evivo-Trainer Sven Anton muss heute Abend um 18.30 Uhr in Sportklamotten in der Kabine in der Arena sein. „Dann liegen unsere Trickots gewaschen in einem Karton”, berichtet Felix Isaack. „Und wir müssen uns unseres nur noch raussuchen.”

Schuhe, Socken und Handtücher muss jeder selbst mitbringen. „In dieser Saison hat noch keiner etwas Wichtiges vergessen”, schmunzelt der 21-jährige Mittelblocker. Es läuft auch keine Musik, wenn die Mannschaft sich auf das Spiel vorbereitet, so wie bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. „Das machen aber viele, auch Volleyballer”, so Isaack. „Aber wir haben noch nicht das richtige Lied gefunden. Aber vielleicht in der nächsten Saison.” Die Kabine ist übrigens so etwas wie das Allerheiligste der Truppe, Fremde unerwünscht. „Da bereiten wir uns auf das Spiel vor.”

Nach den Heimspielen sind die Volleyballer in der Arena-Gaststätte und analysieren das Spiel mit den Fans. Heute feiern sie aber hoffentlich einen deutlichen Sieg.
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