Engagiert kämpfende Beecker nicht belohnt

Von: Günter Kirschbaum
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Hätte fast für die Entscheidung gesorgt: Danny Richter wurde alleine vor dem Tor umgestoßen, doch der Pfiff blieb aus. Foto: Günter Passage

Essen. Am Ende war es tragisch. Bis zur 88. Minute sah es so aus, als könnte der FC Wegberg-Beeck seinen ersten Punktgewinn in der Fußball-Regionalliga feiern. Doch dann traf Moritz Fritz noch zum 1:0 für den hohen Favoriten Rot-Weiß Essen und schickte den Aufsteiger mit hängenden Köpfen und der sechsten Niederlage nach Hause.

Eine engagierte, aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft war nicht belohnt worden. „Schade, das hatten wir nicht verdient, sondern einen Punkt“, bedauerte Wegberg-Beecks Teamchef Friedel Henßen. „Aber auf diese Leistung können wir aufbauen, so müssen wir in den nächsten Wochen spielen.“

Erste Pfiffe zur Pause

Zur Pause hallten die ersten Pfiffe durchs Stadion an der Hafenstraße. Der FC Wegberg-Beck hatte nicht nur den rot-weißen Spielern die Freude an der Partie gegen genommen, sondern auch den Zuschauern. Der Tabellenletzte hatte nicht viel zugelassen. Das Henßen kreierte 5-4-1-System ließ den Essenern in der Offensive nicht viel Luft zum Atmen. Und wenn es ausnahmsweise einmal gefährlich wurde, war Keeper Patrick Nettekoven zuverlässig zur Stelle. Der neue FCW-Torhüter sorgte mit seiner Präsenz für mehr Ruhe in der Beecker Abwehr.

Drei Mal musste der 28-Jährige, der vor einer guten Woche im Waldstadion angeheuert hatte, zupacken. Richard Webers Schuss (5.) parierte er ebenso wie Marcel Platzecks Kopfball aus acht Metern (7.) und dessen Versuch aus elf Metern (28.). Die Essener hatten zwar viel Ballbesitz, ließen die Kugel auch gefällig durchs Mittelfeld rollen, aber vor der „roten Zone“ griffen die Beecker konsequent ein. An diesem Abend sogar ohne die fast schon zur Gewohnheit gewordenen persönlichen Fehlern. Die hatten in den vergangenen Wochen immer wieder zu Gegentoren geführt. Und so kam es, dass Henßens Mannschaft ihre erste Halbzeit auf fremden Platz ohne Gegentreffer absolvierte.

Nach der Pause änderte sich zunächst nicht sehr viel. RWE wollte, scheiterte aber immer wieder an der mangelnden Präzision oder lief sich im Wegberger Abwehr-Dschungel fest. In der 56. Minute musste Nettekoven erstmals wieder eingreifen. Nach einer Ecke nahm Platzeck per Kopf Maß, doch der FCW-Tormann reagierte glänzend. Und wenig später war die erste gegentorlose Regionalliga-Stunde der Gäste perfekt.

RWE versuchte danach, den Druck noch zu erhöhen. Ohne großartige Wirkung zu erzielen. Zumal sich die Fehler im Mittelfeld häuften und die Zuschauer zunehmend unzufrieden wurden. Und als in der letzten Viertelstunde der Himmel seine Schleusen über der Hafenstraße öffnete, drohte Essen gar ein Gegentor. Richter war durchgebrochen, Obst stieß ihn von hinten um, doch der Pfiff und die Rote Karte blieben aus. Da sah Schiedsrichter Busse nicht gut aus.

Und als nur noch zwei Minuten zum ersten Punkt fehlten, kam doch noch der K. o. Nach einer Ecke parierte Nettekoven Platzecks Kopfball großartig, doch gegen den Nachschuss von Moritz Fritz aus kurzer Distanz war er chancenlos. Bei dieser Aktion verletzte sich Nettekoven. Da Beeck schon drei Mal ausgewechselt hatte, musste Johannes Walbaum für die letzten Sekunde zwischen die Pfosten. Ein bitteres Ende für die Gäste.

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