Endlich: Alemannia siegt wieder

Von: Klaus Schmidt
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Die böse Serie hat ein Ende, die Neu-Alemannen Christian Weber (links) und René van Eck haben ihr erstes Erfolgserlebnis. Nach sieben Spielen ohne Sieg und vier Niederlagen in Folge drehte Alemannia Aachen am Samstag beim Chemnitzer FC im Schlussspurt ein erneut verloren geglaubtes Spiel. Foto: Roger Petzsche

Chemnitz/Aachen. Die böse Serie hat ein Ende und René van Eck sein erstes Erfolgserlebnis. Nach sieben Spielen ohne Sieg und vier Niederlagen in Folge drehte Alemannia Aachen am Samstag beim Chemnitzer FC im Schlussspurt ein erneut verloren geglaubtes Spiel.

Bis zur 85. Minute lagen die Schwarz-Gelben vor 4800 Zuschauern im Stadion an der Gellertstraße mit 0:1 zurück, dann sorgten die eingewechselten Florian Müller und Denis Pozder für gute Laune auf der Rückfahrt aus Sachsen. „Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft, wie sie zurückgekommen ist und Charakter bewiesen hat”, sagte van Eck.

Auf vier Positionen hatte der Chefcoach seine Elf neu besetzt. Neben den gegen Münster gesperrten Albert Streit (für Timo Brauer) und Marcel Heller (für Florian Müller) kehrte auch Timmy Thiele nach Verletzungspause (für Denis Pozder) ins Team zurück. Und im Tor gab es den Wechsel, der sich abgezeichnet hatte: Michael Melka, bislang die Nummer drei und noch nie im Liga-Aufgebot, löste Tim Krumpen ab. Der bisherige Stammkeeper stand nicht mal mehr im Kader.

Viel zu tun gab es für Melka nicht. Drei mehr oder weniger harmlose Freistöße von Landeka, das war alles, was der 34-Jährige in der ersten Halbzeit abgreifen musste. Alemannia verpasste auf der Gegenseite die eigentlich verdiente Pausenführung gegen eine abenteuerlich arbeitende Chemnitzer Defensive. Oguzhan Kefkir wurde in letzter Sekunde von Birk am Torschuss gehindert (11.), Schlussmann Schmidt legte eine Slapstick-Einlage ein, als er Kapitän Wilke anschoss und der Ball fast im eigenen Kasten gelandet wäre (18.). Die beste Aachener Chance vergab Mario Erb mit einem Kopfball nach Ecke von Kefkir (37.), Schmidt parierte.

Hätte Alemannia die Fehlpassquote der Gastgeber mit entschiedenerem Pressing noch weiter erhöht und mehr Zug zum Tor entwickelt, wäre dieses Spiel sicher nicht ohne Treffer in die Pause gegangen.

Für den Gelb-Rot-gefährdeten Kefkir und Erb war die Partie nach 45 Minuten beendet, van Eck wechselte Pozder und Brauer ein. Erkennbaren Einfluss aufs Spiel hatte jedoch eine Umstellung beim CFC - der zuvor blasse Torjäger Fink wurde aus dem Zentrum gezogen und sorgte gleich für Aufregung mit einer Hereingabe, die zu Aachens Glück keinen Adressaten fand.

Alemannia verweigerte bis zur 67. Minute den Eintritt in den gegnerischen Strafraum: Thomas Stehle vertändelte frei vor Schmidt. Eine Chance als Signal: Heller klaute le Beau den Ball und scheiterte am Chemnitzer Keeper, dann hatte Stehle nach Streit-Freistoß schon den Jubellauf gestartet - und wurde abseits gepfiffen, Protest erfolglos (78.).

Die nächste Ernüchterung folgte zwei Minuten später: le Beau, von Heller nur eskortiert, brachte die Gastgeber auf Zuspiel von Fink in Führung. Doch Alemannia kam zurück: Schmidt faustete den von Weber abgefeuerten Ball vor den Fuß von Müller, Ausgleich (85.). Und dann zirkelte Streit einen Freistoß auf den Kopf von Pozder, 2:1 zwei Minuten vor Schluss. Und ein seit Wochen nicht gesehener Freudentaumel. Fortsetzung nächsten Samstag auf dem Tivoli gegen Darmstadt 98?
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