Eine Chance für Marco Reus

Von: Heribert Förster
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Mönchengladbach. Blicken wir in die nahe Zukunft: Und da könnte auf Marco Reus einiges zukommen.

Sollte der 20-Jährige am Samstag beim 1. FC Nürnberg wie vor zwei Wochen gegen Mainz 05 frisch-frech-forsch mit dem Ball am Fuß aus der eigenen Hälfte bis zum gegnerischen Strafraum marschieren und seinen zweiten Bundesliga-Treffer markieren, könnten die ersten Beobachter glatt auf die Idee kommen, den Ex-Ahlener wärmstens Nationaltrainer Joachim Löw zu empfehlen. Man kommt ja heute ein bisschen schneller in die DFB-Auswahl als noch vor Jahren.

Dabei hat Marco Reus bisher gerade einmal 52 Minuten in der höchsten Liga absolviert, drei Mal wurde er von Trainer Michael Frontzeck eingewechselt. Doch morgen bei Borussias erstem Samstag-Auftritt in der neuen Saison könnte das spielstarke Talent erstmals in seiner noch jungen Karriere zur ersten Elf gehören. „Er ist eine Option”, sagt Frontzeck, der mit der Entwicklung des schmächtigen jungen Mannes bisher „sehr zufrieden” ist. Die Option dürfte der Trainer auch ziehen, denn Juan Arango wird wahrscheinlich nicht zur ansonsten unveränderten Startformation im Vergleich zum Mainz-Spiel gehören.

„Nicht unproblematisch” sei die Situation für den Venezolaner, der erst in der Nacht zum Donnerstag („umgerechnet” auf deutsche Zeit) mit der Nationalmannschaft Peru bezwang und Freitagnachmittag erst seine Gladbacher Mitspieler in Nürnberg wiedersah. „Ich werde mich in Ruhe mit ihm zusammensetzen und dann entscheiden, was Sinn macht.” Kein Risiko ist Frontzecks Maxime, denn danach folgt eine Woche mit drei Spielen (Hoffenheim, Duisburg/Pokal und Freiburg). „Wir werden Juan nirgendwo reinjagen sondern behutsam mit ihm umgehen.”

Einen Platz auf der Ersatzbank neben Arango dürfte Michael Bradley besetzen, der Vielflieger landete zwar schon Freitagmorgen wieder in Düsseldorf, doch nach zwei 90-Minuten-Einsätzen mit dem US-Nationalteam dürfte zunächst einmal kein Platz in der Startformation sein. Denn dass Frontzeck wie in Bremen das Mittelfeld mit einem dritten defensiven Mann besetzen wird, ist nicht zu erwarten.

Da sich der derzeitige Ersatztorhüter Frederic Löhe im Regionalligaspiel in Saarbrücken eine Rote Karte abholte, wird der erst 17-jährige Junioren-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen als mögliche Alternative für Christofer Heimeroth auf der Bank sitzen, da für Logan Bailly ein Einsatz noch zu früh kommt. Der Belgier spielt Freitagabend nach seinem Mittelfußbruch mit der zweiten Mannschaft in der Regionalliga gegen Verl, dürfte auch am Dienstag im Nachwuchsrundenspiel gegen Charleroi das Tor hüten - und dann auch am kommenden Samstag wieder gegen Hoffenheim in der Bundesliga?

Fans, die nach Nürnberg reisen wollen, aber noch keine Karte haben, sollten zu Hause bleiben. Denn 46.000 Karten der maximal 46.780 für das Spiel waren am Donnerstag bereits verkauft.

Voraussichtliche Aufstellung: Heimeroth - Levels, Brouwers, Dante, Jaures - Marx, Meeuwis - Matmour, Reus - Bobadilla, Colautti
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