Ein Treffer könnte Borussia schon reichen

Von: fö
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„Ein Tor könnte uns reichen
„Ein Tor könnte uns reichen”, so könnte die Geste von Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre (links) gedeutet werden. „Wir brauchen auf jeden Fall zwei Treffer”, zeigt sein Bochumer Kollege Friedhelm Funkel an. Foto: imago/DeFodi/Team 2

Mönchengladbach/Bochum. „Die Seele brennt”, singen sie im Borussia-Park, es ist ein Lied von B.O., der Hausband des Fanprojekts von Borussia Mönchengladbach. In diesem Lied heißt es: „Wir durchschritten dunkle Täler und erklommen stolze Höhn. Ach komme doch was wolle, wir werden immer zu dir stehn!”

Ob die Borussia in Zukunft wieder einmal das dunkle Zweitliga-Tal durchschreiten muss, entscheidet sich heute Abend im Rückspiel der Relegation zur Fußball-Bundesliga. Wenn um 20.30 Uhr (live in der ARD) Schiedsrichter Peter Gagelmann die Partie anpfeift, wird auch das mit 29 448 Zuschauern gefüllte ehemalige Ruhrstadion des VfL Bochum brennen. Das ist schon mal sicher, während noch nicht sicher ist, ob Marco Reus, 21, auflaufen wird.

Matmour steht bereit

Beim Abschlusstraining am Dienstag absolvierte Borussias überragender Spieler der Saison nach seinem Muskelfaserriss wieder ein leichtes Lauftraining, er fuhr auch mit ins Ruhrgebiet, doch über seinen Einsatz wird erst kurz vor dem Anpfiff entschieden. „Mit ihm sind unsere Chancen besser”, sagt Trainer Lucien Favre, der Karim Matmour in das „Endspiel” schicken dürfte, sollte Reus ausfallen. Für ihn hatte die Borussia übrigens vor dieser Saison ein sattes Angebot des VfL Wolfsburg erhalten, doch auch für 15 Millionen Euro wollten die Borussen ihren Star nicht ziehen lassen. Das verriet Präsident Rolf Königs jetzt in einem Interview mit der „Rheinischen Post”.

„Nur” 3,5 Millionen Euro Ablöse kostete 2004 Paul Freier, 31, als ihn Bayer Leverkusen vom VfL verpflichtete. Heute wird der gelernte Stürmer Freier, der 2008 nach Bochum zurückkehrte, in der Abwehr aushelfen - er rückt für den gelb-gesperrten Björn Kopplin in die Viererkette. „Meine Mannschaft wird alles dafür tun, sich den Traum von der Ersten Liga zu erfüllen”, sagt VfL-Trainer Friedhelm Funkel. Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel muss Bochum offensiver agieren, mindestens zwei Treffer erzielen.

Und bei einem Gegentor schon deren drei, was in der Hinrunde noch die Standard-Gegentorzahl der Borussia war. Vergangenheit, denn das letzte Mal gelang dies dem FC St. Pauli am 12. Februar, es war das letzte Spiel unter Michael Frontzeck. In den 13 Spielen unter dessen Nachfolger Lucien Favre kassierte die Borussia insgesamt nur neun Tore. Und eine stabile Defensive wäre die durchaus gute Voraussetzung, heute mit dem Klassenerhalt eine „stolze Höh” zu erklimmen.

Voraussichtliche Aufstellung: Ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter - Reus (Matmour), Arango - Hanke, Idrissou
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