Ein entspannter Michael Meier

Von: Günter Kirschbaum
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Velden. Michael Meier lehnt entspannt an der Spielfeldbegrenzung. Weiße Shorts, quer gestreiftes Polo und Sportschuhe. Der Mann vermittelt den Eindruck, als würde er am Wörthersee seinen Jahresurlaub genießen.

Doch dieser Eindruck täuscht. Der Manager des FC arbeitet auch weitab seines Schreibtisches im Kölner Grüngürtel weiter am Personalprofil des Kaders. Im Trainingslager in Velden geht Meier weiterhin seinen Aufgaben nach.

Derzeit beackert der Manager zwei Felder. Denn ein bis zwei Spieler sollen noch verpflichtet werden, zwei bis drei Profis ausgeliehen werden. Wobei das eine nicht zwangsläufig etwas mit dem anderen zu tun haben muss. Bedarf an Verstärkungen hat Zvonimir Soldo auf zwei Positionen ausgemacht. Es wird noch die Kreativkraft hinter den Spitzen gesucht, der „Passgeber”, wie es der Trainer formulierte. Die zweite vakante Stelle ist die des Rechtsverteidigers. Da ist, wie die letzte Spielzeit gezeigt hat, Miso Brecko nicht die Idealbesetzung.

Wann Meier Vollzug vermelden wird, ist offen. Er hat sich selbst auch keine Zeitvorgabe gesetzt. „Sportlich gesehen ist es natürlich sinnvoll, den Kader vor dem Saisonstart komplett zu haben”, betont er. „Wirtschaftlich kann es aber für den Klub besser sein, einen Spieler zu verpflichten, wenn die Saison bereits läuft. Er könnte weniger kosten.”

Der FC-Manager sieht sich im Übrigen auch nicht in Zugzwang. Mit den Verpflichtungen von Lukas Podolski und Sebastian Freis habe man - inklusive Gehälter - bereits zwischen 13 und 15 Millionen Euro investiert. Investiert, um die Mannschaft, die „ein gutes Gerippe hat”, zu verstärken.

Zugenommen hat in den letzten Tagen aber die Bereitschaft des 58-Jährigen, noch zwei, drei Spieler aus dem Kader auszuleihen. Im defensiven und rechten Mittelfeld herrscht bei den Kölnern derzeit einfach ein Überangebot. „Das heißt nicht, dass die Spieler schlecht sind”, sagt Meier. „Aber sie brauchen Spielpraxis. Und die können wir nicht allen bieten.” Es gibt auch schon einige Klubs aus der Zweiten Liga, zu denen es wegen potenzieller Ausleihgeschäfte Kontakt gibt. Zu denen zählt Alemannia Aachen aber nicht. Obwohl der Tivoli-Klub nach den Verletzungen von Polenz und Demai gerade auf diesen Positionen Probleme hat.

In Sachen Ausleihe könnte sich in den nächsten Tagen durchaus etwas bewegen. „Wir sind dran”, sagt Meier. Kandidaten für einen Job bei einem anderen Klub sind offenbar Derek Boateng, Wilfried Sanou, Adil Chihi und Taner Yalcin.
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