Eberl: „Trainer im Kopf” - Hoffen auf Marin

Von: dpa
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Mönchengladbach. Die Suche nach einem Nachfolger für Hans Meyer läuft bei Borussia Mönchengladbach auf Hochtouren. „Wir hatten zwar erst für 2010 mit der Suche geplant. Aber das Geschäft ist so verrückt, da habe ich mir schon länger Gedanken gemacht”, sagte Borussia-Sportdirektor Max Eberl.

Das Anforderungsprofil des künftigen Trainers beim Fußball-Bundesligisten vom Niederrhein ist deutlich umrissen: „Er soll willig, fleißig und loyal sein, zudem ein Teamplayer und eine Persönlichkeit mit einer Philosophie, die mit der Philosophie Borussias übereinstimmt”, betonte Eberl, der gemeinsam mit Teammanager Steffen Korell, Präsidiumsmitglied Rainer Bonhof und der Scouting-Abteilung die Federführung bei der Suche hat.

Dabei wolle man nicht in Hektik verfallen, sagte Eberl. „Ich habe da schon etwas im Kopf”, verriet der Borussia-Sportdirektor am Freitag. Ein Wunschmodell sei es, eine Konstellation zu finden wie bei Werder Bremen mit Thomas Schaaf. Kontinuität und eine langfristige Zusammenarbeit seien erwünscht. Der neue Trainer soll jung sein, bereit, etwas aufzubauen, und über Bundesliga- oder Zweitliga-Erfahrung verfügen. Zudem soll er in die bestehenden Strukturen eingebunden werden. „Wir haben ein funktionierendes Trainerteam, und das soll auch so bleiben. Wir wollen nicht wieder acht Mann austauschen”, meinte Eberl.

Mit einem neuen Coach, der wohl bald präsentiert wird, wächst auch die Hoffnung, Jung-Nationalspieler Marko Marin doch noch zum Bleiben zu überreden. Bei den ersten Gesprächen mit Werder-Manager Klaus Allofs und Geschäftsführer Manfred Müller sei überhaupt keine Basis zustande gekommen. „Es hat keinen Ansatz gegeben, mit dem wir einigermaßen zufrieden waren”, sagte Eberl. „Vielleicht kann der neue Trainer Marko Marin davon überzeugen, dass es für ihn eine Zukunft bei Borussia gibt und er seine Entscheidung noch mal überdenkt.” Bei dem zum FC Bayern München gewechselten Alexander Baumjohann sei unter bestimmten Umständen vielleicht ein Leihgeschäft möglich.

Definitiv keine Chance, auch unter einem neuen Trainer, haben die bereits unter Meyer nicht mehr berücksichtigten Profis Soumaila Coulibaly, Sharbel Touma, Sebastian Svärd und Marcel Ndjeng. „Das war eine Entscheidung des Vereins, da gibt es kein Zurück mehr”, betonte Eberl.

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