Dreimonatige Bewährungsstrafe für Fortuna-Düsseldorf-Fan

Von: dpa
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Düsseldorf. Vier Monate nach dem Bundesligaaufstieg von Fortuna Düsseldorf ist am Donnerstag ein Fortuna-Fan wegen des Abfackelns eines Bengalos verurteilt worden.

Das Amtsgericht verhängte eine dreimonatige Bewährungsstrafe gegen den 28 Jahre alten Elektriker aus Monheim. Richter Dirk Kruse ging dabei nicht nur von einem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz, sondern auch von versuchter gefährlicher Körperverletzung aus.

Als Bewährungsauflage muss der Fortuna-Fan und Dauerkartenbesitzer 500 Euro an eine wohltätige Einrichtung zahlen. Zudem wurde ihm für die laufende Saison jeglicher Stadionbesuch verboten.

Der Angeklagte war zunächst im Stadion und hatte sich in der Nacht zum 16. Mai mit Freunden in der Altstadt getroffen. In angetrunkenem Zustand hatte er dort gegen ein Uhr inmitten einer dichten Menschenmenge eine Handfackel gezündet und „damit billigend in Kauf genommen, dass andere verletzt werden”, sagte der Richter.

Daher sei eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage nicht mehr möglich. Vielmehr müsse aus „generalpräventiven Gründen” ein deutliches Zeichen gesetzt werden. „Fans wie Sie schaden nicht nur dem Verein, sondern auch dem Fußballsport. Sie haben es nur glücklichen Umständen zu verdanken, dass niemand zu Schaden kam.”

Zum Prozess war es deshalb gekommen, weil der Amtsrichter den vom Staatsanwalt beantragten Strafbefehl über 1050 Euro nicht unterschreiben wollte.

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