Die schwarze Serie besiegen

Von: Günter Kirschbaum
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Vom FC-Kapitän zum Reservisten: Milivoje Novakovic wird den Anpfiff des Derbys von der Bank aus erleben. Foto: imago/Eduard Bopp

Köln. Es fliegen keine Giftpfeile. Vor dem Derby gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr) zieht Michael Meier den Hut. „Wir haben nicht den Anspruch, uns mit einer Mannschaft zu vergleichen, die Deutscher Meister werden kann”, schickte der Manager des 1. FC Köln eine Grußadresse auf die andere Rheinseite.

„Unsere Zielsetzung liegt bei 40 Punkten, die der Leverkusener bei 80. Das ist der Unterschied.” Den sollen die Zuschauer diesmal aber nicht spüren. „Der letzte Sieg gegen Leverkusen liegt zwölf Jahre zurück, habe ich gelesen”, sagt FC-Trainer Zvonimir Soldo. „Es ist also Zeit, das zu ändern.”

Die schwarze Serie gegen Bayer soll die Mannschaft beenden, die in Stuttgart und gegen Wolfsburg aufgelaufen ist. Milivoje Novakovic und Pierre Wom haben ihre Verletzungen überwunden und sind wieder im Training. Beide werden zwar zum Kader gehören, aber zunächst die Bank drücken. Soldo hat auch keinerlei Grund, ohne Not irgendetwas zu verändern. Zumal der Kroate ohnehin kein entschiedener Anhänger ständigen Rotierens ist. Bis auf Adil Chihi, der nach seiner Sprunggelenkoperation wohl noch drei Wochen ausfallen wird, stehen dem FC-Trainer alle Spieler zur Verfügung.

Gefeiert wurde bei den Kölnern nach der rauschenden Pokal-Nacht gegen Meister Wolfsburg nicht. „Warum sollten wir feiern,, fragte Soldo. „Wir haben zwar zwei Champions-League-Teilnehmer geschlagen das nötige Selbstvertrauen getankt, sind aber noch nicht unten raus.” Und in dieser Situation dürfte ein Derby-Sieg die FC-Lage in jeder Hinsicht verbessern.

Besonders motivieren muss Soldo seine Profis nicht. Zumal die sich ohnehin in einem Stimmungshoch befinden. Es hat sich offenbar auch in Spielerkreisen die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Mannschaft mittlerweile in der Lage ist, die Qualität, die im Kader steckt, auch in Ergebnisse umzusetzen. Der Glaube an die eigene Stärke ist zurückgekehrt. Soldo, der mit öffentlichen Statements über den aktuellen Gegner eher sehr dosiert umgeht, sagt: „Leverkusen ist vielleicht nicht mehr ganz in der Form, die die Mannschaft vor einigen Wochen hatte. Unsere Formkurve zeigt nach oben. Das wollen wir nutzen und gewinnen.”

Dennoch ist der Respekt vor dem Tabellenzweiten nicht unterentwickelt. „Leverkusen spielt fast das gleiche System wie wir”, führt Soldo aus. „Wir treffen auf eine gute, junge Mannschaft.” Und Bayer kann höchstwahrscheinlich nach dem Pokal-Aus in Kaiserslautern wieder auf zwei Stammkräfte zurückgreifen. Innenverteidiger Sami Hyypiä hat seine Erkrankung, Mittelfeldspieler Renato Augusto seine Knieprobleme überwunden.

So wird es an einem wahrscheinlich sonnigen Nachmittag in Köln ein Derby werden, das zumindest für den FC mit dem ersten Sieg seit 1997 auch Erinnerungswert haben soll.

Voraussichtliche Aufstellung: Mondragón - Schorch, Geromel, Mohamad, Brecko - Freis, Petit, Maniche, Ehret - Ishiaku, Podolski
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