Der Tabellenzehnte behält das Zwiebel-Portemonnaie

Von: pa
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Fortuna Düsseldorf - Alemania Aachen
Schiedsrichter Peter Sippel (r) zeigt Aachens Torwart David Hohs die rote Karte, nachdem dieser Düsseldorfs Sascha Rösler (l) im Strafraum gefoult hatte. Foto: dpa

Aachen. Die letzte Hoffnung ist dann in einem Einweg-Stadion geplatzt: Alemannia verliert in Düsseldorfs Ersatz-Arena und beendet die Saison in Liga 2 als Tabellenzehnter.

Vorbei ist es mit der lukrativen Hoffnung, 1860 München oder Fortuna Düsseldorf auf der Zielgeraden noch die Rücklichter zeigen zu können. Die ersehnten beiden Schecks über je 250.000 Euro aus dem Fernseh-Topf werden von der DFL für andere Adressaten ausgestellt.

An der Arbeitsgrundlage für Erik Meijer ändert das allerdings nicht. „Ich gehe davon aus, dass ich einen unveränderten Etat zur Verfügung habe”, sagt Aachens Manager. Mit seinen Worten: Meijer wird auch in der kommenden Saison mit seinem berühmten Zwiebel-Portemonnaie unterwegs sein.

Anlass zum Heulen sieht der Limburger deswegen nicht: „Wenn man sieht, wo wir im Mai 2010 standen und wo wir im Mai 2011 gelandet sind, dann ist das ein enormer Fortschritt.” Erkennbar wertvoller ist das Ensemble geworden. Zoltan Stieber ist schon der erste Millionen-Transfer. Das war der erste Streich, und der zweite folgt zugleich? Mehrere Vereine haben inzwischen beim Manager kurzfristig ihr Interesse für Marco Höger hinterlegt, was Alemannias Ausgangslage deutlich verbessert. Noch sind die Interessenten wie Schalke 04 nicht im Reich der großen Zahlen angelangt, ein Angebot liegt noch nicht vor. „Wir haben schon konkrete Vorstellungen, was wir für einen Spieler fordern, der einen enormen Wert für uns hat”, sagt Meijer. Auch diese Verhandlungen werden sich noch ein Weilchen hinziehen, bevor Klarheit herrscht.

Noch keine Entscheidung gibt es im Fall der Junioren-Nationalspieler Lasse Sobiech und Marco Stiepermann. „Wir sind mitten im Gefecht”, meldet sich Meijer vom Fronteinsatz, „aber wir sind nicht alleine mit unserem Interesse.”

Alemannia will die beiden Spieler von Dortmund II ausleihen. Schwierig bis unmöglich gestaltet sich auch der ersehnte Transfer von Deniz Naki. Absteiger St. Pauli will den Angreifer aus Düren nicht ohne Entschädigung gehen lassen, und so sind die Chancen für die Besitzer des Zwiebel-Portemonnaies wieder gesunken.

Spruchreife Entwicklungen gibt es auch noch nicht vom Torwartmarkt. „Für mich macht David Hohs in dieser Saison einen guten Job”, sagt Meijer, doch als gesetzte Nummer 1 wird der 22-Jährige nicht in die Spielzeit gehen. Aachen will den Konkurrenzkampf verschärfen, verpflichtet werden soll ein Kollege, der sich auch die Startnummer 1 sichern könnte. „David wird noch besser, wenn er einen Herausforderer hat”, sagt Meijer.

Der DFB hat durch sein Sportgericht am Montag die Saison für den Schlussmann beendet. Nach dem Platzverweis in Düsseldorf wurde Hohs „wegen eines minderschweren Fouls” für die komplette Saison gesperrt. Beim Kehraus Sonntag gegen Bielefeld wird ihn wieder Tim Krumpen vertreten.
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