Aachen - Der Dauerpatient steht vor seinem Alemannia-Comeback

Der Dauerpatient steht vor seinem Alemannia-Comeback

Von: pa
Letzte Aktualisierung:
09.10.2011 - TSV Alemannia Aac
Könnte gegen Dresden zu seinem ersten Einsatz für die Alemannia in dieser Saison kommen: Kim Falkenberg

Aachen. Zuletzt hat Alemannias Trainer Friedhelm Funkel die Biographien der Spieler studiert. Erfahrung wird zunehmend ein wichtigeres Kriterium beim gefährdeten Klub. Und so steht auch die Rehabilitation von Aimen Demai an, der schon am Wochenende nach monatelanger Verbannung wieder auf der Passagierliste für den Flug nach Dresden auftauchen könnte.

Dagegen steht es eher schlecht um die „Flugpläne” von Boy Waterman. Die Leistenbeschwerden des Keepers sind immer noch nicht abgeklungen. Sicher an Bord: Kim Falkenberg, 70 Ligaspiele (1 Tor für RW Oberhausen/Foto). Neuzugang ohne Einsatz bislang. Ein einziges Mal ist Falkenberg für Alemannias Profis aufgelaufen. Es war ein Heimspiel in seinem Wohnort Langerwehe gegen Wenau. Damals schossen die Spieler noch Tore, zehn waren es in diesem Spiel, aber Falkenberg tauchte danach wieder im Krankenlager unter.

Anfang Februar hatte er sich den Mittelfuß gebrochen, als er noch für Greuther Fürth unterwegs war. Acht Monate ist das her, in der Spanne reparieren Kollegen ihr Kreuzband. Die Krankenakte des 23-Jährigen ist zu dick geworden. Zunächst sollte der Bruch konservativ therapiert werden. „43 Tage später lag ich doch auf dem OP-Tisch”, erinnert sich der Dauerpatient. In Aachen wollte er die „Reset-Taste” drücken, alles auf Neustart. Sein Fuß spielte nicht mit, nach einer Fehlbelastung verlor der Flügelspieler wieder viele Wochen. Es war keine gute Zeit, auch weil sein neues Team einen beispiellosen Fehlstart hinlegte. Falkenberg wechselte vom aktuellen Tabellenführer zum aktuellen Tabellenletzten. Eine kuriose Entscheidung im Rückblick. „Aachen gehört zu den Teams, die oben mitmischen können, auch wenn es schwer wird, ganz oben anzugreifen”, hat er im Sommer gesagt. Inzwischen weiß die ganze Republik, dass es komplett anders gekommen ist. „Niemand hat damit gerechnet, umso erschrockener sind jetzt alle”, sagt Falkenberg.

Er ist aus Überzeugung gewechselt, es gab handfeste Argumente: In Aachen sollte er wieder von der linken auf die rechte Verteidigerposition wechseln dürfen. „Und Alemannia bietet mehr Emotionen.” Allzuviele Sonnenstunden hat er noch nicht erlebt im Rheinland. „Der beste Moment war, als wir gegen Frankfurt in Führung gegangen sind. Da ist der Funke übergesprungen.” Auch dieser Moment war endlich, mit dem ersten Gegentreffer zerfiel die Mannschaft wieder in einem Tempo, auf das jede Brausetablette stolz wäre.

„Teams in solchen Regionen sind generell verunsichert”, sagt Falkenberg, der auch schon zu Fürther Zeiten den Kellermief zu spüren bekam. Vielleicht hilft der blonde Verteidiger mit seinem Comeback der Mannschaft. „Er hat sich gut herangearbeitet”, sagt sein neuer Trainer. Der „schnelle und aggressive” Verteidiger ist eine konkrete Option für die Startelf. In Dresden könnte seine ausgedehnte Leidenszeit enden. Es wäre nicht verkehrt, wenn dort auch die ausgedehnte Leidenszeit der gesamten Mannschaft am Sonntag enden würde.
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