Christoph John ist nicht bloß der, der die Hütchen aufstellt

Von: Klaus Schmidt
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Nicht nur der „Ballaufpumper
Nicht nur der „Ballaufpumper”: Christoph John, starker Mann an der Seite von Alemannia-Chefcoach Friedhelm Funkel. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Die Glanzlichter in dieser Saison sind überschaubar. Ein besonders schönes hat Benny Auer gesetzt, in diesem abenteuerlichen Spiel bei Eintracht Frankfurt. Nun gehört der Kapitän von Alemannia Aachen mit seinem Hackentor zu den Kandidaten bei der Wahl „Tor des Monats November”.

Auf die Nominierung legt Auer wenig wert, lieber sind ihm Ergebnisse für das Gemeinwohl. Der Sieg vor einer Woche in Karlsruhe könnte ein schöner Anfang gewesen sein, Cheftrainer Friedhelm Funkel hofft, „dass wir den Schwung mitnehmen können”. Am Sonntag, 13.30 Uhr, gegen 1860 München.

Als Funkel und sein Assistent Christoph John im September ihren Dienst am Tivoli antraten, war das keine Vereinbarung mit garantiert hohem Spaßfaktor. „Natürlich ist Spaß die Grundvoraussetzung am Fußball”, sagt John. „Aber wenn du sie dauernd auf die Fresse kriegst, ist das nicht mehr ganz so lustig.” Der bald 53-Jährige und sein Chef nahmen erst mal Dampf aus dem Kessel eines überdrehten Kaders. „Wir haben versucht, so viel Kontinuität wie möglich reinzubringen, Konstanz in der Aufstellung und im Training.” Laufarbeit und Kompaktheit standen im Lastenheft ganz oben, „saubere Handwerksarbeit.

Alemannia ist keine Mannschaft, die mit individueller Qualität andere Mannschaften ausspielen kann.” Die Aufgabenteilung zwischen John und Funkel ist klar umrissen: „Der Chef muss Chef sein und das letzte Wort haben. Der Co ist näher dran an der Mannschaft, hat mehr Kontakte. Aber wenn ich Friedhelm von etwas anderem überzeugen kann, dann lässt er sich auch überzeugen.” Christoph John sieht sich „nicht nur als denjenigen, der die Hütchen aufstellt. Ich sammle sie auch wieder ein...”

Seit Funkels Engagement bei Hertha BSC ist der gebürtige Heidenheimer der Assistent. Die beiden kannten sich seit gemeinsamen Zeiten beim 1. FC Köln, wo Funkel die Profis und John die U 23 trainierte. „So eine Zusammenarbeit ist ja manchmal kritisch”, sagt John. In diesem Fall funktionierte es, und deshalb musste der im Alter von 25 Jahren „wohl jüngste deutsche Fußballlehrer aller Zeiten” auch nicht lange nachdenken, als der Lockruf nach Berlin kam. Mit dem VfL Bochum verpasste das Duo vergangene Saison knapp die Rückkehr in die Bundesliga.

„Love it or leave it”, dieses Motto hat Christoph John auch nach Aachen mitgenommen. Dass es nicht zu einer Cheftrainer-Karriere gereicht hat (abgesehen von einem Drei-Spiele-Intermezzo beim FC und einer unrühmlichen Erfahrung beim damaligen Drittligisten Wuppertaler SV), sieht John gelassen. „Mein Manko ist, dass mir die Vita als Spieler fehlt.”

Ein Quartett darf gehen

Jonas Strifler, Fabian Bäcker und Narciso Lubasa trainieren ab sofort bei der U 23 und dürfen in der Winterpause ebenso zu einem anderen Verein wechseln wie Lennart Hartmann.
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