Bremer Talfahrt geht weiter: 3:4 in Mönchengladbach

Von: Roland Leroi, dpa
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Raul Bobadilla
Raul Bobadilla. Foto: dpa

Mönchengladbach. Werder Bremen hat seine Talfahrt in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Am Samstag verlor die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf bei Borussia Mönchengladbach mit 3:4 (2:4) und kassierte bereits die fünfte Niederlage nacheinander.

Vor 47.458 Zuschauern im Borussia-Park waren Marco Reus (4. Minute), Roberto Colautti (13.) und Raul Bobadilla (18./35.) für die Hausherren erfolgreich. Die Bremer Treffer erzielten Mezut Özil (26.), Claudio Pizarro (40.) und Torsten Frings (85./Foulelfmeter). Für Gladbach ging damit eine Serie von drei Spielen ohne Sieg zu Ende.

Torjäger Pizarro kehrte nach überstandener Grippe in den Bremer Angriff zurück und ersetzte Hugo Almeida. Auch Aaron Hunt, der wegen eines Magen-Darm-Infekts unter der Woche den Leistungstest der deutschen Nationalelf verpasst hatte, stand Schaaf wieder zur Verfügung. Gladbachs Trainer Michael Frontzeck, der weiter auf Offensivspieler Karim Matmour (Afrika-Cup) verzichten musste, vertraute der Elf, die eine Woche zuvor ein 0:0 bei Hertha BSC erreicht hatte.

Der Borussia gelang ein Auftakt nach Maß. Mit einem Steilpass düpierte Tobias Levels die gesamte Bremer Defensive, ehe Reus nach Zuspiel von Bobadilla das 1:0 markierte. Die Gäste erarbeiteten sich zwar mehr Feldanteile, blieben in der Offensive zunächst aber harmlos und leisteten sich insbesondere durch Aymen Abdennour eklatante Abwehrfehler, die Gladbach konsequent ausnutzte. Erst verwertete Colautti eine Vorarbeit von Bobadilla zum 2:0, dann erhöhte der Argentinier zum 3:0.

In einem unterhaltsamen Spiel steckte Bremen trotz des klaren Rückstands nicht auf und kam zum Anschlusstreffer durch Özil. Die Defizite in der Defensive konnte Werder aber nicht abstellen. Bobadilla scheiterte zunächst mit einem Distanzschuss (28.), erzielte kurz darauf aber dennoch das 4:1 für die Borussia, die in der Abwehr ebenfalls anfällig war und noch vor der Pause durch Pizarro zum 2:4 überwunden wurde. Zuvor hatte Marco Marin (40.) die Latte getroffen.

Die Bremer intensivierten im zweiten Abschnitt ihre Angriffsbemühungen, ließen jedoch die Durchschlagskraft vermissen. Der eingewechselte Almeida (64.) zielte freistehend über das Tor. Auch Markus Rosenberg konnte nach seiner Hereinnahme keine Akzente setzen. Gladbach hielt mit Kampf dagegen, schloss seine Konterangriffe allerdings zu ungenau ab. Einen Freistoß von Juan Arango (62.) parierte Werder-Keeper Tim Wiese, der auch einen Schuss von Bobadilla (73.) entschärfte. Bremen gelang nur noch das 3:4 durch Frings.
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