Belastungsprobe für Köln-Präsident Overath

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Wolfgang Overath
Der frühere Präsident des 1. FC Köln, Wolfgang Overath. Foto: dpa

Köln. Präsident Wolfgang Overath und dem Vorstand des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln steht eine neuerliche Belastungsprobe bevor. Eine FC-Mitglieder-Initiative will mit einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung eine „umfassende Satzungs- und Strukturreform” erwirken und damit den Vorstand schwächen.

Nach Angaben der Zeitung „Express” (Mittwoch) soll es mittlerweile eine unbestätigte Rücktrittsdrohung des Führungsgremiums für den Fall geben, dass es zu einer Außerordentlichen Versammlung kommt. Overath sagte der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch, er wolle zu den Vorgängen keine Stellungnahme abgeben. Er und sein Vorstand waren zuvor zur Herausgabe einer vollständigen Adressenliste aufgefordert worden, damit eine Außerordentliche Versammlung noch im Frühjahr einberufen werden kann.

Der neue FC-Kapitän Lukas Podolski sagte dem „Express”, der Verein werde von Personen, „die sich anscheinend auf Kosten des 1. FC Köln profilieren wollen, torpediert”. Podolski reagierte erbost: „Ich kann einfach nicht nachvollziehen, dass man drei Tage vor dem Rückrundenstart und dem enorm schwierigen Spiel in Kaiserslautern diese Unruhe in den Verein bringt, die definitiv keinem weiterhilft.”

Die aktuellen Zustände beim 1. FC Köln ließen ein Abwarten bis zur nächsten turnusmäßigen Versammlung, die üblicherweise im November stattfindet, nicht zu, heißt es in dem Schreiben der Vorstands- Kritiker. Die Gruppierung strebt eine Mitgliedertagung noch in diesem Frühjahr an. Die FC-Initiative droht dem Verein „vorsorglich” mit dem „unverzüglichen Gerichtsweg”, um ihr Anliegen durchzusetzen. Als Datum für die Herausgabe der Mitgliederdaten ist der 17. Januar genannt.

Es müsse insbesondere unterbunden werden, „dass sich der Vorstand entgegen der eigentlichen Intention des Vereins massiv in das operative Geschäft der ausgegliederten Profiabteilung einmischt, anstatt die dort verantwortlichen Geschäftsführer in Ruhe arbeiten zu lassen und ihre Arbeit zu kontrollieren, um nur im Notfall einzugreifen.”

Bei der Ordentlichen Mitgliederversammlung am 17. November waren Overath und sein Vorstand nicht entlastet worden. Der ehemalige Weltmeister Overath hatte allerdings schon vor der Abstimmung angekündigt, weiter an der Vereinsspitze bleiben zu wollen.
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