Beecks Bollwerk hält 41 Minuten

Von: Günter Kirschbaum
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Rheydt. Der Meister war erwartungsgemäß für den verunsicherten Neuling eine Nummer zu groß. Borussia Mönchengladbach II hatte zwar fast eine Halbzeit lang Probleme, das Defensiv-Bollwerk des FC Wegberg-Beeck zu knacken, aber dann schepperte es anständig im Kasten der Gäste.

Am Ende hieß es 5:0 (1:0), und die Beecker nahmen die Erkenntnis mit nach Hause, im Kreis der Regionalligisten doch noch nicht mithalten zu können.

„Es ist schon frustrierend“, sagte Trainer Dirk Ruhrig nach der Partie im Rheydter Grenzlandstadion. „Wir kriegen wieder einen Freistoß und drei Fernschüsse rein, und beim letzten Gegentreffer wird der Torwart mit einem Doppelpass ausgespielt.“

Ruhrigs Frustration richtete sich vor allem auf die Tatsache, dass das Defensivkonzept 41 Minuten lang sehr gut aufgegangen war, es dann aber doch noch knüppeldick für die Beecker Mannschaft kam.

Geänderte Formation

Mit einer gegenüber der 0:5-Niederlage in Wattenscheid personell und taktisch veränderten Formation ging der FC Wegberg-Beeck in die Partie. Teamchef Friedel Henßen hatte es angekündigt. Enzo Wirtz stand beim Anpfiff ebenso auf dem Feld wie Marko Karamarko, dessen Spielberechtigung aus Belgien kurzfristig doch noch eingetroffen war; er gab den Rechtsverteidiger. Und lange Zeit gab es wenig Grund für die Gäste, vor den Angriffen des amtierenden Meisters zu zittern. Ein ums andere Mal lief sich die Gladbacher Zweite fest und entwickelte nicht die zündende Idee.

Der Tabellenletzte hatte sogar die erste Torchance, doch der Freistoß von Johannes Walbaum aus zentraler Position flog flach und knapp am linken Pfosten vorbei. Doch sonst gab es nichts zu notieren, die Hausherren hatten die Partie fest im Griff, ohne allerdings zu großartigen Chancen zu kommen. Auch, weil sie in der Roten Zone kaum Räume hatten. Allein ein Kopfball nach einer Ecke von Malte Berauer (9.) und ein Schuss von Tsiy William Ndenge (38.) zwangen Keeper Stefan Nöhles zum Eingreifen.

Da musste schon ein Standard herhalten, um den Beecker Beton zum Bröckeln zu bringen. Marlon Ritter legte sich die Kugel zum Freistoß 23 Meter vor dem Tor hin und drosch den Ball in die Torwartecke. Dieser Nöhles-Fehler bedeutete das 0:1 (42.). Drei Minuten später war der Keeper allerdings auf dem Posten und rettete gegen den durchgebrochenen Gianluca Rizzo.

Unglückliche Aktion

Doch die zweite unglückliche Aktion des Beecker Torstehers ließ nach dem Seitenwechsel nicht lange auf sich warten. Wieder war es Ritter, der aus der Distanz traf. Diesmal war Nöhles noch mit der Hand am Ball und legte sich das Ding selbst ins Netz (53.). Nur 60 Sekunden später donnerte wiederum Marlon Ritter den Ball an den Pfosten.

Genauer zielte sein Kollege Kevin Holzweiler elf Minuten später. Aus der Distanz donnerte er das Spielgerät zum 3:0 in die Beecker Maschen. Marlon Ritter mit seinem dritten Treffer (81.) und der spät eingewechselte Torjäger Gianluca Pisano (88.) machten das Ergebnis für die Borussia-Zweite rund.

Für die Beecker ist kein Silberstreif am Horizont zu sichten. 0:5 gegen Rödinghausen, 0:3 gegen Erndtebrück, 0:5 in Wattenscheid und Dienstagabend 0:5 bei Borussia Mönchengladbach II. Vier Spiele, null Punkte und 0:18 Tore. Das ist eine Horrorbilanz für den Aufsteiger.

Im Waldstadion hoffen die Verantwortlichen nun, dass vielleicht am Samstag die Wende eingeläutet wird, wenn sich Velbert beim FC Wegberg-Beeck vorstellt.

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