Beecker streben erste Punkte an

Von: André Nückel
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Muss weiter passen: Wegberg-Beecks Stammkeeper Stefan Zabel, hier beim Elfmeter im ersten Regionalliga-Spiel gegen Rödinghausen, fällt am Samstag auch gegen Velbert noch aus. Foto: Günter Passage

Wegberg-Beeck. Der FC Wegberg-Beeck, Schlusslicht der Fußball-Regionalliga West, will beziehungsweise muss am Samstag (14 Uhr, Waldstadion) in seinem fünften Spiel in der vierten Liga gegen den Mitaufsteiger aus Velbert die ersten Punkte einfahren.

Dass dies aber tatsächlich gelingen wird, scheint aufgrund der Voraussetzungen eher unwahrscheinlich zu sein. Denn die Beecker treffen auf eine gefestigte und selbstbewusste Mannschaft. Die Sport- und Spielvereinigung Velbert, letztjähriger Oberligameister am Niederrhein, bezwang in ihren letzten beiden Begegnungen Wattenscheid (3:2 mit dem Siegtor in der Nachspielzeit) und Erndtebrück (2:1), zudem gelang beim Viertliga-Comeback am ersten Spieltag ein 0:0 gegen die U 23 des 1.FC Köln.

Einzig das finanzstarke Rödinghausen bezwang das von André Pawlak trainierte Velberter Team mit 4:1. Philipp Schmidt (drei Treffer), Kevin Hagemann, Christian Schlösser und Berkant Canbulut zeichneten für die sechs Tore des Mitaufsteigers verantwortlich. Der aktuelle Tabellenachte hat den Beecker „Kleeblättern“ somit mindestens zwei Sachen voraus: Tore und Punkte.

Zwar steht die Elf aus dem Beecker Waldstadion nach vier Spielen mit 0:18 Gegentoren am Tabellenende, aber noch ist die Situation nicht aussichtslos. Das sieht auch Trainer Dirk Ruhrig so: „Wir stecken zwar in einem Loch fest, aber nach jeder Durststrecke geht es wieder hoch.“ Dabei sollen morgen die ersten 40 Minuten aus dem Dienstagabendspiel bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach als Motivation helfen.

Denn bis kurz vor der Halbzeit brachte der Aufsteiger den neuen Tabellenführer fast zur Verzweiflung. „Wir haben uns gegen einen richtig guten Gegner vernünftig angestellt. Wir mögen destruktiv gespielt haben“, erklärt Ruhrig den Auftritt seiner Mannschaft, „aber dafür haben wir Mönchengladbach die Freude am Fußball genommen.“ Dass die Partie am Ende dennoch mit 0:5 verloren wurde, „ist natürlich besonders bitter“.

Aber Beecks Teamchef Friedel Henßen weiß die Lage einzuordnen: „Gladbach hatten wir sowieso nicht als Punktelieferanten auf der Liste. Velbert ist da schon eine ganz andere Geschichte, obwohl man aus den ersten vier Begegnungen sieben Zähler geholt hat, wir aber gegen dieselben Gegner null.“ Der Nachsatz ist ganz entscheidend. Denn in Wattenscheid (0:5) und gegen Erndtebrück (0:3) kassierten die Beecker zwei empfindliche Niederlagen.

Über die taktische Ausrichtung legt das Beecker Trainergespann noch den Mantel des Schweigens. Das defensive 5-4-1 wie in Mönchengladbach ist aufgrund der Tabellenkonstellation eher nicht zu erwarten. Für Henßen steht bereits fest: „Wir müssen den Bock – egal mit welchen Mitteln – umstoßen und versuchen, das erste Tor zu schießen.“ Wahrscheinlich vertrauen die Verantwortlichen wieder auf das bewährte 4-2-3-1 mit Johannes Walbaum und Fabio Ribeiro auf der Doppelsechs.

Verzichten muss der FCW weiterhin auf Stammkeeper Stefan Zabel und auf Außenverteidiger Maurice Passage. Lennart Ingmann, der erst vor wenigen Wochen von der U 23 des FC Bayern München verpflichtet worden war, wird dagegen nicht mehr im Beecker Trikot auflaufen. Nach seiner verbalen Entgleisung gegen die Schiedsrichterin im Aufeinantreffen mit Erndtebrück und einer nicht geahndeten Tätlichkeit während der Vorbereitung wurde der Vertrag mit dem 19-Jährigen einvernehmlich zum 31. August aufgelöst.

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