Maspalomas - Balance im Team ist jetzt deutlich besser

Balance im Team ist jetzt deutlich besser

Von: Achim Müller
Letzte Aktualisierung:
eins19
Training unter Palmen: Trainer Hans Meyer (von links) mit Filip Daems, Neuzugang Paul Stalteri und Christian Dorda.
Foto: Dieter Wiechmann

Maspalomas. Gut gelaunt, meist ein strahlendes Lächeln - Hans Meyer hat das siebentägige Trainingslager mit seiner Mannschaft auf Gran Canaria offenbar gut gefallen. Von Abstiegsangst und schlechter Stimmung hat sich der Cheftrainer von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach unter der wohlig-warmen Sonne der Kanaren auf jeden Fall nichts anmerken lassen.

Ganz im Gegenteil: Der 66-Jährige wirkte trotz der deutlichen O:3-Schlappe im letzten Test gegen Schachtjor Donezk auch am Sonntag, kurz vor der Abreise nach Deutschland, sichtlich zufrieden.

„Die Bedingungen waren optimal für uns. Die Mannschaft hat einen positiven Eindruck hinterlassen. Da ist richtig Zug dahinter, die Jungs wissen, um was es geht”, sagte Meyer. Man habe gesehen, dass die vier Neuzugänge der Borussia dabei helfen, stabiler zu werden. Die Balance im Team sei jetzt deutlich besser.

Also befindet sich Tabellenschlusslicht Borussia wieder auf Kurs Klassenerhalt? „Glauben Sie mir, ich kann Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt auf solch eine Frage keine seriöse Antwort geben. Wir haben die Hoffnung, nicht abzusteigen oder zumindest die Relegation zu erreichen. Darauf arbeiten wir alle hin”, so Meyer im Gespräch mit dieser Zeitung.

Montag ist trainingsfrei

Um Punkt 11.19 Uhr Ortszeit hatte der Fußballlehrer am Sonntagmorgen bei strahlendem Sonnenschein und rund 25 Grad Celsius die letzte Trainingseinheit im Estadio Municipal von Maspalomas mit einer kurzen Ansprache an die Mannschaft beendet. Danach ging es zurück ins Luxus-Hotel Villa del Conde, ehe am späten Nachmittag der Flieger gen Deutschland abhob.

Für den Montag hat Meyer daher auf dem Trainingsplan einen dicken Strich gemacht. Anstatt Kondition zu bolzen, Flanken zu schlagen oder Sechs-gegen-Sechs-Spielchen zu bestreiten haben die müden Hochleistungsfußballer einen Tag frei bekommen. Denn bereits morgen Abend geht es um 19.30 Uhr im Borussia-Park gegen die Namenscousine aus Dortmund wieder richtig zur Sache.

Den Feinschliff holen

„Das wird ein wichtiger Test für uns. Wir wollen uns nun den Feinschliff holen. Ich denke, es werden viele der vermeintlichen Stammspieler auf dem Platz stehen. Jetzt geht es in Hinsicht auf das Stuttgart-Spiel ans Eingemachte”, so Borussias Sportdirektor Max Eberl. Er habe auf Gran Canaria bemerkt, dass die Neuzugänge Bailly, Stalteri, Galasek sowie Dante bereits gut integriert seien.

Auch die Entwicklung einiger Spieler stimme ihn optimistisch, sagte Max Eberl. Beispielsweise die von Bradley, Paauwe, Colautti oder Matmour, die durchaus zu den Gewinnern der einwöchigen Gran-Canaria-Reise gezählt werden dürfen. Ins Abseits katapultiert hat sich hingegen offenbar Steve Gohouri, der nicht nur wegen seiner Motivationsprobleme vom Trainerteam zusammengefaltet worden war.

„Steve hat uns gesagt, er fühle sich nicht gut und das er körperlich sehr schwach ist. Wir haben ihm gesagt, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung ganz normal sei”, umkurvte Eberl geschickt alle Fragen zu diesem Thema. Gohouri absolvierte am Sonntag nur ein leichtes Lauftraining, genau wie der angeschlagene Filip Daems. Gegen Dortmund dürfte der Belgier aber wieder auflaufen.

Dante fehlt

Fehlen wird gegen den BVB definitiv der neue Abwehrchef Dante. Dessen Oberschenkel-Verletzung macht einen Einsatz unmöglich. „Ich gehe davon aus, dass der Junge eine Woche aussetzt und dann wieder trainieren kann. Dante ist topfit zu uns gekommen, hat hervorragend gearbeitet. Ich bin zuversichtlich, dass er uns beim Rückrundenstart in Stuttgart helfen wird”, sagte Meyer.

Was die Vertragsverhandlungen mit Marin und Baumjohann angeht, ist die Borussia wohl noch keinen großen Schritt voran gekommen. „Ich habe mit Baumjohann noch am Samstag lange gesprochen. Wir sind im regen Austausch, wollen erst einmal abwarten, wie es weitergeht”, sagte Eberl.

Ähnlich sieht es wohl auch bei Marin aus. Laut Eberl will der kleine Turbo-Dribbler erst einmal die sportliche Entwicklung abwarten, weitere Gespräche sind für Ende Januar geplant. Doch die Tendenz ist deutlich: Marin und Baumjohann werden die Borussia wohl am Saisonende verlassen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert