Aachen - „Auch David hat Goliath schon mal besiegt“

„Auch David hat Goliath schon mal besiegt“

Von: Lukas Weinberger
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Freuen sich auf die warme Halle: Am Sonntag mussten Kornelimünsters Frauen, hier Karo Bettghe (links), im Schneematsch ran. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Während zahlreiche Besucher draußen über den Weihnachtsmarkt schlenderten, wurden Karin Pütz und Jakob Scherrers bei der Auslosung des Frauen-Hallencups auf ganz andere Weise in vorweihnachtliche Stimmung versetzt.

„Alle Jahre wieder...“ treffen die Frauen-Mannschaften von Alemannia Aachen und Viktoria Rot-Weiß Waldenrath-Straeten in der Endrunde des Hallencups aufeinander.

„Ich muss eigentlich gar nicht mehr zur Auslosung kommen“, verkündete Scherrers, Trainer des Mittelrheinligisten Waldenrath-Straeten, mit einem Schmunzeln. „Es hat ja eh schon Tradition, dass wir mit den Aachenerinnen in eine Gruppe gelost werden.“ Ein lapidares „Wie immer!“ fügte auch Pütz, Betreuerin der Alemanninnen, grinsend hinzu.

Und die Regionalliga-Frauen von Alemannia Aachen spielen bei noch einer „Tradition“ des bestbesetzten Hallenturnier der Region eine große Rolle: Auch bei dieser Auflage sind sie der große Favorit. „Für uns sind sie so etwas wie der FC Bayern“, stellte Scherrers einen Vergleich an. Und ganz unrecht hat er damit nicht, die Verbindung zwischen Alemannias Frauen und dem deutschen Rekordmeister bei den Männern ist unverkennbar: Der Hallencup-Seriensieger hat den Pokal mittlerweile so oft mit nach Hause nehmen dürfen, dass Karin Pütz auf die Frage, wie oft das war, nur mit den Achseln zucken kann. „Trotzdem wird es wieder schwer, den Titel zu verteidigen“, urteilte die langjährige Betreuerin. Alle Gegner hätten gegen die Alemannia schließlich nichts zu verlieren und würden alles daransetzen, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Auch das Team von Jakob Scherrers: „Auch David hat Goliath schon mal besiegt“, verkündet er mit einem Lächeln.

Doch der Hallencup ist mehr als das ewig junge Duell zwischen Alemannia und Waldenrath-Straeten in der Endrunde. Auch für die klassentieferen Vereine ist das Turnier ein echtes Highlight. Sie werden sich in der Vorrunde am 19. Januar in der Stadionhalle Oberbruch um die letzten drei freien Plätze im Finalturnier duellieren.

Mit dabei ist auch der Dürener Bezirksligist Borussia Derichsweiler, der seinen Hut erstmals in den Ring wirft. „Die Vorfreude bei uns ist riesig“, erklärte Spielführerin Nathalie Klein. Und so werden beim Neuling aus dem Dürener Stadtteil alles andere als kleine Brötchen gebacken: „Natürlich würden wir gerne in die Endrunde einziehen“, formuliert Klein eine erste Zielvorgabe. Unmöglich scheint das nicht. Im Gegenteil: Die Derichsweiler Frauen treffen in ihrer Gruppe B ausschließlich auf Kreisligisten – und sind somit Favorit auf das Finalturnier-Ticket.

Und dort würden die Derichsweiler Frauen dann wieder in der Gruppe B landen – und sich mit Alemannia Aachen und Waldenrath-Straeten messen. Spiele, von denen Derichsweiler im Ligabetrieb momentan nur träumen könnte. „Auch wenn wir in diesen Partien keine große Chance haben werden, wäre es toll, gegen diese Mannschaften antreten zu dürfen“, hofft die Derichsweiler Spielführerin. Goliath, David und ein noch kleinerer David – der Hallencup macht’s möglich.

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