Mönchengladbach - Argentinischer „Bulle” stürmt zur Borussia

Argentinischer „Bulle” stürmt zur Borussia

Von: Bernd Schneiders
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Ab sofort im Borussen-Shirt: Raúl Bobadilla mit Sportdirektor Max Eberl.

Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach investiert in eine angstfreiere Saison: Der Fußball-Bundesligist verpflichtete neben dem ablösefreien Mittelfeldspieler Thorben Marx (Arminia Bielefeld) den Stürmer Raul Bobadilla von den Grasshoppers Zürich bis 2013.

Der bullige Angreifer stand bereits bei etlichen Großklubs auf der Einkaufsliste. Sportdirektor Max Eberl passte aber einen geeigneten Moment ab: Nach dem der Argentinier in seiner ersten Saison für die Schweizer 18 Tore erzielt hatte, brachte es Bobadilla in der vergangenen Spielzeit verletzungsbedingt nur auf acht Treffer - in nur 14 Spielen.

Die Ablösesumme wird auf rund vier Millionen Euro geschätzt. Der bald 22-Jährige ist gefürchtet für seinen harten Einsatz und verkörpert einen Stürmer-Typ, den Borussia noch nicht besitzt: Er ist nicht kopfballstark, dafür aber zielstrebig und gut in 1-gegen-1-Situationen.

Mit Thorben Marx (Vertrag bis 2011) steht der Borussia nun auch ein weiterer defensiver Mittelfeldspieler zur Verfügung: Der 28-Jährige, dessen Arbeit Trainer Michael Frontzeck in seiner Zeit in Bielefeld schätzen lernte, ist als defensive Ergänzung zum neuen „Sechser” Marcel Meeuwis deshalb so wichtig, weil Gal Alberman nach seiner Fersen-OP zu Saisonbeginn noch nicht zur Verfügung steht.

Damit sind für Max Eberl noch drei Baustellen offen: Er benötigt noch einen Innenverteidiger, einen Klon von Stoßstürmer Rob Friend, der noch mindestens bis September ausfällt und einen offensiven Mittelfeldspieler. Dieser könnte Juan Arango heißen. Im Gegensatz zu Anas Sharbini, einem 22-jährigen Talent von NK Rijeka, ist der Venezolaner ein Soforthelfer: Der 28-Jährige steht seit 2004 bei RCD Mallorca unter Vertrag und ist Kapitän der Nationalmannschaft.

In seiner Heimat wird er wegen seiner Torgefahr auch „Arangol” genannt (39 für Mallorca, 15 für Venezuela). Realistisch wird Arango erst dadurch, dass sein Vertrag nächstes Jahr ausläuft. Teuer dürfte er trotzdem sein, wenn auch nicht ganz so wie sein Vorgänger Marko Marin für Werder Bremen. Wenn sich die Norddeutschen mit Gladbach einig werden.
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