Antar kann gehen, Özat hofft auf Comeback

Von: Wilhelm Peters
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Gegen Karlsruhe möglicherweise von Beginn an dabei: Kölns Taner Yalcin. Foto: imago/Eduard Bopp

Köln. Hat die eine Personalie einen tragischen Hintergrund, störte die andere beim 1. FC Köln die Vorbereitung auf die Partie gegen den Karlsruher SC doch empfindlich.

Der damalige FC-Kapitän Ümit Özat brach beim Kölner 2:0-Hinspielsieg am 29. August 2008 auf dem Rasen des Wildparkstadions zusammen. Eine lebensbedrohliche Situation, wie sich herausstellte. Bis heute laboriert Özat an den Folgen der diagnostizierten Herzmuskelentzündung. Der 32-Jährige arbeitet zurzeit mit einem US-Ärzteteam im fernen Cleveland an seinem Comeback und schickte den Kollegen einen Gruß: „Ich träume fast jede Nacht von meiner Rückkehr zum FC.”

„Keine Vertrauensbasis”

Ausgeträumt hat dagegen Roda Antar. „Keine Vertrauensbasis mehr”, sagte FC-Coach Christoph Daum am Freitag. Schoss Antar die Kölner Mannschaft letzte Saison mit sieben Treffern in den letzten zehn Spielen noch maßgeblich mit zurück in die Bundesliga, schoss er in diesen Tagen nach sehr bescheidenen Leistungen in der Hinrunde und wochenlangem Bankdrücken ein Eigentor.

Nach einem gemeinsamen Gespräch mit seinem Berater bei FC-Manager Michael Meier schwänzte er am Tag danach das Training. Christoph Daum verbannte ihn aus dem Kader und „verschrieb” Antar Einzeltraining. Auch sein Spind in der Kabine musste der Libanese räumen, darf die Umkleide der Kollegen nicht mehr betreten. Am Freitag nun flog der Mittelfeldspieler (Vertrag bis 2010) mit Erlaubnis seines Arbeitgebers wegen eines Trauerfalls in der Familie für drei Tage nach Sierra Leone. Doch auch, wenn er zu Wochenbeginn zurückkehrt, hat Antar beim FC keine Zukunft mehr, soll verkauft werden. „Wenn das Angebot stimmt, kann er gehen”, sagt Meier.

Sehr wohl eine Zukunft in Köln hat offenbar Karlsruhes Eigengewächs Sebastian Freis, den Meier möglicherweise schon am Montag für die nächste Saison ans Rheinufer holen wird. Der Vertrag des Stürmers beim KSC läuft aus, er käme ablösefrei. Sein Coach Edmund Becker zeigt Verständnis für das „Karlsruher Kind”: „Es ist legitim, dass ein Spieler, der in einem Verein groß geworden ist, auch einmal zu einem anderen Verein geht.” Keine offizielle Bestätigung hingegen gab es Freitag, ob auch Verhandlungen über einen Wechsel von KSC-Keeper Markus Miller zur nächsten Saison nach Köln laufen.

Möglich, dass Daum am Samstag Taner Yalcin nach starkem FC-Debüt in der Startelf gegen Wolfsburg und Verletzungspause in Frankfurt von Beginn an bringt.

Voraussichtliche Aufstellung: Mondragon - Brecko, Geromel, Mohamad, Matip - Yalcin (Vucicevic), Petit, Pezzoni, Ehret - Radu, Novakovic
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