Anlagebetrug? Eupens Investor Ingo Klein in Haft

Von: schl
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Eupen. Sportlich läuft es für die K.A.S. Eupen zurzeit rund, außerhalb des Platzes sorgt der belgische Zweitligist aber für Negativschlagzeilen: Eupens Investor und Sportdirektor Ingo Klein sitzt seit Anfang der Woche in Untersuchungshaft.

Es steht Kapitalanlagebetrug in dreistelliger Millionenhöhe im Raum. Klein wird verdächtigt, Anleger zu Investitionen in die dubiose New Yorker Firma Business Capitol Investors (BCI) verleitet zu haben. Wie die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft jetzt mitteilte, hatte die BCI rund 4000 Anleger um insgesamt 100 Millionen Euro geprellt.

Bei einer Großrazzia rückten Ende November mehr als 120 Ermittler in Deutschland, Litauen, Spanien und Kanada aus und durchsuchten Büroräume der BCI. Dabei wurden in Deutschland drei Personen festgenommen - unter ihnen Ingo Klein. Klein bestreitet die Vorwürfe.

Das sportliche Projekt der Eupener soll nach AS-Direktor Dr. Thorleif Schönfeld aufgrund der Festnahme Kleins aber nicht gefährdet sein: „Diese den Behörden und der Öffentlichkeit seit 2005 bekannten Aktivitäten von Ingo Klein haben keinerlei Bezug zu seinem Engagement bei der K.A.S. Eupen”, betonte Schönfeld in einer Pressemitteilung des Vereins, der von Kleins Unschuld überzeugt ist. „Und was noch wichtiger ist: Das Projekt K.A.S. Eupen ist hierdurch in keinsterweise gefährdet. Dieses ist ein völlig eigenständiges Projekt, das wir so zusammen mit unseren Partnern und Vereinsverantwortlichen in Eupen so gestalten werden, wie wir dies mit den Investoren besprochen haben.”

Bereits 2005 hatte die Stiftung Warentest über das Anlagesystem der BCI berichtet und die Firma auf die Warnliste gesetzt. Anleger waren damals mit einer Mindestbeteiligung von zwölf Monaten und einer völlig unrealistische Rendite von 15,5 Prozent geködert worden.
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