Amin Younes wartet auf den richtigen Moment

Von: schl
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Mönchengladbach. Nach Borussia Mönchengladbachs Nullnummer gegen den SC Freiburg gab es viele lange Gesichter im Borussia Park; ein Akteur dürfte den Tag dennoch in besonderer Erinnerung behalten: Amin Younes, 18-jähriges Nachwuchstalent der Borussia, stand gegen die Breisgauer zum ersten Mal im Kader.

„Natürlich ist ein Traum wahr geworden, es war für mich der nächste Schritt”, beschrieb der nur 1,68 Meter große Mittelfeldspieler seine Gefühlslage nach dem Spiel. Younes blieb zwar über die gesamten 90 Minuten auf der Bank, darf sich aber berechtigte Hoffnungen machen, bald für die Borussia in der Bundesliga zu debütieren.

Schon gegen den SC Freiburg hatte Lucien Favre überlegt, Younes einzuwechseln. „Aber für einen jungen Spieler muss es der richtige Moment sein”, erklärte Favre nachher. Der Trainer hält viel vom U19-Nationalspieler, der ihn in den Trainingseinheiten und besonders im Wintertrainingslager in Belek überzeugt hat. Und auch in Gladbachs „Fohlenstall” schätzt man Younes Qualität: „Amin verfügt über große individuelle Qualität. Er ist ein Dribbler, ist technisch sehr stark und kann Räume schaffen”, lobt Nachwuchsdirektor Roland Virkus den 18-Jährigen.

Das Lob kommt nicht von ungefähr: In Borussias U23 ist Younes in dieser Saison zum Leistungsträger gereift, obwohl er noch für die A-Jugend spielen könnte. 17 Spiele hat das Talent bis jetzt in der Regionalliga gemacht und dabei zwei Tore erzielt. Schon im Alter von sechs Jahren kam der Deutsch-Libanese von seinem Heimatverein in Düsseldorf zur Borussia - Younes ist ein echtes Eigengewächs. Im Sommer 2011 stattete der Verein ihn mit seinem ersten Profivertrag bis 2013 aus.

Für Younes war das ein großer Schritt in Richtung seines großen Ziels. Der nächste folgte am vergangenen Samstag gegen Freiburg. Amin Younes steht kurz vor seinem ersten Bundesligaeinsatz, das ließ Lucien Favre schon durchblicken. Wann es soweit ist, hängt auch von der Entwicklung der Spiele ab. Favre möchte seinen jungen Spieler nicht in schwierige Situationen schicken.

Hätten Mike Hanke und Igor de Camargo gegen Freiburg getroffen, wäre es wohl schon soweit gewesen. Younes selber sieht sich auf dem richtigen Weg: „Ich weiß, dass ich noch nicht ganz oben angekommen bin, aber die Richtung stimmt. Ich will Gas geben und trotzdem geduldig sein.”
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