„Alle brennen auf einen Einsatz” zum Ligaauftakt

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
alembild-4c
Die Zukunft vor der Brust und im Rücken: Daniel Adlung präsentiert, assestiert von Sportdirektor Andreas Bornemann (links) und Trainer Jürgen Seeberger sein neues Trikot. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Erst am Montagabend endete für die Spieler von Alemannia Aachen das „Ersatztraining in Torgelow”, wie Aachens Trainer Jürgen Seeberger den dreitägigen Betriebsausflug in der ersten Runde des DFB-Pokals zur polnischen Grenze nannte.

Am Donnerstag bereits bricht das Team wieder auf, diesmal Richtung Süden, zum Saisonauftakt der Zweiten Liga beim Absteiger Karlsruher SC. „Ich bin froh, dass so wenig Zeit dazwischen ist. Wir haben genug trainiert, alle brennen auf einen Einsatz.”

Auf einen Einsatz wird auch Daniel Adlung brennen. Der 21-Jährige wurde zwei Tage vor dem Ligastart als vier externer Neuzugang vorgestellt, nachdem der offensive Mittelfeldmann des VfL Wolfsburg, der unter Felix Magath zwar Deutscher Meister wurde, aber keinen einzigen Einsatz bekam, am Vormittag die medizinische Untersuchung absolviert hatte.

Adlung, der auch U21-Europameister wurde, ohne eine einzige Minute gespielt zu haben, wird für ein Jahr von Wolfsburg ausgeliehen, eine anschließende Kaufoption sei jedoch nicht vereinbart, erklärte Sportdirektor Andreas Bornemann.

„Wir schauen uns das Jahr bei der Alemannia einfach an, sehen welche persönliche Entwicklung der Spieler nimmt und wie die Situation in Wolfsburg dann aussieht. Dann sehen wir weiter”, beschreibt Bornemann die ungewöhnliche Situation.

„Wegen der Europameisterschaft sind wir später ins Training eingestiegen, hatten dann vier, fünf Tage Sondertraining. Ich habe nicht viel an Substanz verloren und fühle mich topfit, obwohl etwas die Spielpraxis fehlt”, lieferte Daniel Adlung eine aktuelle Diagnose seines Leistungsstandes.

„Ich werde auf jeden Fall Gas geben”, kündigte der Mann mit der Rückennummer 24 an.

Dieses Versprechen dürfte den Konkurrenzkampf auf der linken Mittelfeldseite deutlich anheizen, denn Adlung ist zwar Rechtsfuß, spielt aber gerne „gespiegelt”, wird also gegen Patrick Milchraum und Andreas Lasnik in Konkurrenz treten. Vorteil für den Neuzugang: Bereits bei der SpVgg Greuther Fürth hat der 21-Jährige genau in dieser Konstellation mit Timo Achenbach gespielt.

Zum Ligaauftakt erwartet Seeberger von seinem Team „Tempo, Engagement und Leidenschaft” - Faktoren, die in keinem Testspiel eine dominierende Rolle spielen.

Trotzdem hat der 44-Jährige im Testspiel des KSC gegen Tennis Borussia „eine durchweg bundesligaerfahrene Mannschaft” gesehen und im Sturmzentrum „den finnischen Stürmer mit dem schwierigen Namen”.

Mag auch Niklas Tarvajärvi ein Pluspunkt für die Karslruher sein, die Querelen um Stammtorwart Markus Miller und Verteidiger Dino Drpic „sind Störfaktoren”, hat Aachens Trainer ausgemacht. Trotzdem „brauchen wir eine Topleistung, um da zu gewinnen.”

In die Gänge gekommen ist mittlerweile der Rückfluss der Fragebögen, in denen die Spieler ihr persönliches Saisonziel und das der Mannschaft fixiert haben.

Konkreter sind die Aussagen der Mannschafts-Leitung dennoch nicht geworden: „Vorne mitspielen hat Bestand”, erklärt Jürgen Seeberger. „Für weitere Aussagen ist die Liga viel zu ausgeglichen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert