Aachen - Alemannias Rettungspaket im Rathaus festgezurrt

Alemannias Rettungspaket im Rathaus festgezurrt

Von: Stephan Mohne und Oliver Schmetz
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Der neue Tivoli gestern Vormit
Finanzierung gesichert: Beinahe in letzter Minute ist am Donnerstagnachmittag das Rettungspaket geschnürt worden, das der Aachener Alemannia die Lizenz auch in der 3. Liga sichern soll. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Beinahe in letzter Minute ist am Donnerstagnachmittag das Rettungspaket geschnürt worden, das der Aachener Alemannia die Lizenz auch in der 3. Liga sichern soll. Im Büro des Aachener Oberbürgermeisters Marcel Philipp wurde ein umfangreiches Vertragswerk mit der neuen „AC GmbH” unterzeichnet, über die die Umfinanzierung der Stadionkredite für den neuen Tivoli läuft.

Dieser Vertragsabschluss ist für den Klub lebensnotwendig, ohne ihn würde man mit Sicherheit keine Lizenz erhalten und in die Insolvenz rutschen. Bis Freitag, 15.30 Uhr, muss die Alemannia alle Lizenzunterlagen beim DFB in Frankfurt abliefern. Mit der Unterschrift wurde nun in trockene Tücher gewickelt, was der Aachener Stadtrat vor knapp drei Monaten beschlossen hatte.

Die Stadt und die AachenMünchener als Gesellschafter stehen für jeweils knapp 19 Millionen Euro an Krediten gerade, weiter vier Millionen werden von Privaten eingebracht. Die Alemannia zahlt der Gesellschaft eine jährliche Pacht. In der 2. Liga wären es zwei Millionen Euro gewesen, in der 3. Liga ist nur noch eine Million veranschlagt - weswegen in dieser Klasse auf die Stadt bereits Mehrkosten von 450.000 Euro pro Jahr zukommen.

Wie OB Philipp der AZ auf Nachfrage bestätigt, verschafft die Stadt der Alemannia im Rahmen dieses großen Umfinanzierungspakets aber auch aktuell mehr Liquidität, die der Klub für die Lizenzerteilung dringend benötigt. So werden Forderungen der Stadt an die Alemannia in Höhe von insgesamt 500.000 Euro gestundet. Die Zahlungen muss der Klub nun erst im August nächsten Jahres leisten. Laut Philipp ist von DFB-Seite eine noch höhere Liquiditätssumme gefordert worden, diese Nachweise habe die Alemannia aber selber erbracht.

Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer mochte sich am Donnerstag zur Frage des Nachweises von Geldern gegenüber dem DFB nicht im Detail äußern. „Es gibt keine Liquiditätslücke”, erklärte er lediglich. Dem Lizenzierungsverfahren sehe er optimistisch entgegen. „Wir haben alles zusammengetragen, was wir zusammentragen mussten. Ich bin da sehr zuversichtlich.” Voraussichtlich Anfang nächster Woche wird der DFB bekanntgeben, welche Klubs für die 3. Liga die Lizenz erhalten - und ob die Alemannia dabei ist.
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