Aachen - Alemannia will den vereinslosen Albert Streit kurzfristig verpflichten

Alemannia will den vereinslosen Albert Streit kurzfristig verpflichten

Von: Christoph Pauli und Klaus Schmidt
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Trägt er schon bald das Aache
Trägt er schon bald das Aachener Trikot? Albert Streit könnte zur Alemannia wechseln. Fotomontage: zva

Aachen. Am Montag hat sich die Mannschaft in die kurzen Weihnachtsferien verabschiedet. Am 6. Januar nimmt Alemannia die Arbeit wieder auf, dann geht das Team wohl in eine der nervenaufreibendsten Rückrunden der Vereinsgeschichte.

Immer noch droht die Strafversetzung. Der Trainer hat vor seinem Skiurlaub einen Wunsch unterm Tivoli-Tannenbaum hinterlassen: Albert Streit soll die Mannschaft ab 2012 verstärken. „Ich hoffe es”, sagt Friedhelm Funkel.

Der Mittelfeldspieler sagte am Montagabend dem Kölner „Express”: „Ich tendiere zu Aachen.” Er hat gerade die finanziell beste Zeit seiner Karriere hinter sich, war Großverdiener auf Schalke. Sportlich war das sicher nicht die beste Zeit seiner Karriere, er durfte sein Können zuletzt nur bei den Amateuren zeigen. Der Verbannte hat seinen Vertrag ausgesessen, obwohl er vermutlich längst Spinnweben an den Beinen hatte. Der Kontrakt ist inzwischen aufgelöst, der 31-Jährige hält sich bei Viktoria Köln fit.

„Er hat absolut realistische Vorstellungen von den Verdienstmöglichkeiten in Aachen”, sagt Funkel nach einem Gespräch. „Das könnte eine glückliche Fügung geben”, sagt der 58-Jährige, „unter anderen Umständen wäre ein Albert Streit kein Thema in Aachen.” Nun haben es die Fußballgötter gerade so gewollt, dass der ehemalige Spieler aus dem DFB-Perspektivteam 2006 einen Neustart hinlegen muss, um die angehaltene Karriere noch einmal in Schwung zu bringen. „Ich hoffe, dass wir das hinkriegen und umsetzen können”, sagt Friedhelm Funkel.

Interessiert sich Alemannia da nicht für einen der größten Flegel der Zunft? Funkel hat eine andere Meinung: „Ich habe zwei Jahre sehr erfolgreich mit ihm gearbeitet, er stand in Frankfurt vor der Berufung in die Nationalmannschaft.” Kein einfacher Typ ist da möglicherweise im Anflug auf den Wilden Westen: „Er ist kein 08/15-Spieler, vielleicht ist er deswegen aber so gut.” Funkel, der gerade auf gereifte Jahrgänge steht, erkennt auch bei Streit einen Trend zur Läuterung: „Vielleicht hat man in früheren Jahren mal das eine oder andere von sich gegeben, was man heute nicht mehr erzählen würde.”

Der in einigen Medien als Neuzugang gehandelte Florian Kringe wird dagegen nicht nach Aachen wechseln. „Utopisch” nennt der Trainer das Projekt. Der zentrale Mittelfeldspieler, mit dem Funkel bei Hertha arbeitete, hat einen gut gepolsterten Vertrag bei Borussia Dortmund, der im Sommer ausläuft. Dort spielt er zwar nur in der zweiten Mannschaft, doch ein Wechsel nach Aachen wäre finanziell kaum lukrativ. Und auch Zoltan Stieber soll nach dem Willen von Christian Heidel bei Mainz 05 bleiben. „Er muss sich hier durchsetzen”, sagt der Manager über den Linksaußen, der vor der Saison in die Bundesliga wechselte und zuletzt kaum noch eingesetzt wurde.

Bleibt als Winterwunschtransfer der streitbare Albert Streit. Und der soll nach dem Willen des Klubs am besten gleich mit ins Trainingslager in die Türkei kommen. Funkel: „Fakt ist, dass er uns mit seiner Klasse zu 100 Prozent weiterhelfen könnte.”
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